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Samtgemeinde Rodenberg Urnen unter Reinsdorfer Bäume
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Urnen unter Reinsdorfer Bäume
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14:10 05.10.2017
Der Reinsdorfer Friedhof gilt als ideal für Baumbestattungen. Quelle: gus
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SAMTGEMEINDE RODENBERG

Die SPD hatte als erste Partei einen Ruheforst oder Friedwald für die Samtgemeinde beantragt, weil die Nachfrage nach Bestattungsmöglichkeiten unter Bäumen stetig steige. Im Samtgemeinderat gab es vom Grundsatz her ausschließlich positive Rückmeldungen, aber auch einige warnende Worte. So hatte es früh geheißen, dass ein Unternehmen gefunden werden müsste, dass den Wald betreibt.
Die Verwaltung hörte sich um und brachte in Erfahrung, dass dies in der Tat der Haken an der Sache sein könnte. Denn es gibt in Schaumburg einen Ruheforst in Bückeburg, außerdem einen im Deister bei Wennigsen. Ruheforst-Deutschland ist ebenso ein eingetragenes Unternehmen wie Friedwald – Die Bestattung in der Natur.

Weiterer Wald kaum sinnvoll

Gegenüber dieser Zeitung hatten Sprecher beider Unternehmen signalisiert, dass sie es wirtschaftlich kaum für sinnvoll erachten, zwischen Wennigsen und Bückeburg einen weiteren Begräbniswald anzusiedeln. Dass sie so etwas in Erwägung ziehen könnten, schlossen die Sprecher sogar nahezu aus. Nun ist die Verwaltung nach eigener Kontaktaufnahme zu dem Schluss gekommen, dass es in der Tat keinen Sinn macht, einen gewerblichen Betreiber für einen Begräbniswald zu suchen. Die Samtgemeinde kann solch einen speziellen Friedhof aber auch nicht in Eigenregie leiten. Damit der Antrag nicht komplett ohne Wirkung bleibt, soll nun die Möglichkeit geschaffen werden, auf dem Reinsdorfer Friedhof Urnen an Bäumen zu vergraben.

Friedhof wie geschaffen

Hudalla sagte, der dortige Friedhof ist wie geschaffen für diese Beisetzungsform. Es gebe darauf bereits große Bäume, andernorts müssten erst welche gepflanzt werden. Diese bräuchten dann Jahre, um die entsprechende Statur zu erlangen. Ferner befinde sich das Areal in Reinsdorf unmittelbar am Waldrand des Bückebergs. Laut WGA sind noch weitere Neuerungen auf dem Friedhofssektor zu erwarten. „Alte Grabsteine werden oft nur bis zum Sammelplatz für Abfälle auf den Friedhöfen gebracht, schlechte Erde zum Auffüllen benutzt, und in vielen Fällen sind gar keine Angehörigen für diese Verantwortung mehr auszumachen“, schreibt die WGA.
Die Allgemeinheit trage dann die Kosten für die Entsorgung, da sich die Samtgemeinde darum kümmern muss. Alle Besucher möchten indes ordentlich gepflegte Anlagen vorfinden, deshalb soll es für die Zukunft eine Gebühr geben, die auch diese Aspekte berücksichtigt. Dies muss aber erst noch in den politischen Gremien diskutiert werden. gus

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