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Verwaltung besichtigt Waldkita

Nur bei Dauerregen in den Bauwagen Verwaltung besichtigt Waldkita

Dass die Samtgemeinde Rodenberg den Waldkindergarten bei Feggendorf schätzt, demonstrierten Verwaltungschef Georg Hudalla, Lauenaus Bürgermeister Wilfried Mundt und Kita-Fachmann Reinhard Peter am Montag bei einer Besichtigung. Von Vertretern des Fördervereins Waldkindergarten Deister-Sünteltal und Erziehern ließen sie sich den Betrieb am Waldrand erläutern.

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Quelle: gus

Feggendorf. Denn der Waldkindergarten existiert gewissermaßen parallel zu den kommunalen Kitas. Finanziert wird er vor allem vom Förderverein, wobei die Samtgemeinde jährlich knapp 58 000 Euro zuschießt. Gerade erst hat der Samtgemeindeausschuss zugestimmt, diese Summe bis Juli 2016 um knapp 6000 Euro zu erhöhen, wie Hudalla auf Anfrage erklärte.
Für den Waldkindergarten bedeutet dies zwar erheblich mehr Elterneinsatz – unter anderem müssen diese hin und wieder helfen, die Bauwagen, die als Unterkunft dienen, zu reinigen oder instand zu setzen. Außerdem stehen sie für Elterndienste bereit, falls einmal eine Erzieherin ausfällt. Doch der Krankenstand im Waldkindergarten ist ausgesprochen gering.
Für die Kita oberhalb Feggendorfs hat der Umstand, nicht in Trägerschaft der Kommune zu stehen, aber auch Vorteile. Denn bei der Gestaltung der beiden benachbarten Standorte – sie heißen Feldmausplatz und Waldmausplatz – haben Eltern und Erzieher freie Hand, sofern sie sich im Rahmen dessen bewegen, was die behördlichen Auflagen zulassen.
Wie groß dieser Spielraum ist, wurde bei der Besichtigung deutlich. An beiden Bauwagen brannten Lagerfeuer, über denen Suppe fürs Mittagessen köchelte. Das Gemüse hatten Kinder und Erwachsene zuvor geschnippelt. Rudelbildung gab es nirgends, die Kinder verteilten sich mit den Erzieherinnen in kleinen Gruppen rund um die Bauwagen. Diese blieben allerdings die meiste Zeit verwaist, denn die „Waldkinder“ tummeln sich nun mal lieber im Freien. Händewaschen geht auch: Dafür wird Trinkwasser in Flaschen zur Waldkita transportiert.
Am Wetter stören sich die Jungen und Mädchen so gut wie gar nicht. Nur, wenn es zu stark regnet, wärmen sie sich lieber an den Öfen in den beiden Bauwagen. Und selbst dann sind es meist die Erwachsenen, die sie animieren, das Trockene aufzusuchen. Dass die beiden Gruppen in die alternative Unterkunft im Dorfgemeinschaftshaus umziehen müssen, weil die Witterung gar zu schlimm ist – beispielsweise bei Sturm – kommt pro Jahr zwei bis dreimal bevor.
Bringezeit in der Waldkita ist von 8 bis 8.30 Uhr, Abholzeit von 12.30 bis 13 Uhr. Wenn Eltern ihre Kinder länger in Feggendorf betreuen lassen wollen, können sie diese in einer dortigen Tagespflege anmelden, mit der die Kita kooperiert. gus

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