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Viel Strom trotz Wolken

Photovoltaikanlage auf der Kläranlage Viel Strom trotz Wolken

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Rodenberger Kläranlage ist seit knapp vier Wochen in Betrieb. Die Ergebnisse sind besser als erwartet, wie Verwaltungschef Georg Hudalla jetzt berichtete.

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Die Wochen der Entscheidung

SAMTGEMEINDE RODENBERG. Obwohl der Blick in den Himmel zuletzt meist an der Existenz der Sonne zweifeln ließ, hat die Anlage gute Erträge eingefahren, so Hudalla.

Dies sei überraschend. Seit dem 30. September befinden sich die Module zur Stromerzeugung in Betrieb. 99,9 Kilowatt ist die Maximalleistung der Anlage. Nach Angaben Jürgen Rabes, technischer Leiter des Eigenbetriebs Abwasser, betrug die Leistung selbst bei tristestem Herbstwetter noch zehn Kilowatt – mehr als gedacht. Auf null sinkt der Wert demnach wohl nur bei Nacht.

160 000 Euro betragen die Investitionskosten der Samtgemeinde für die umweltschonende Errungenschaft. Die erzeugte Elektrizität wird zum größten Teil direkt von der Kläranlage verbraucht. Der Gesamtverbrauch der Kläranlage liegt bei 550 000 Kilowatt per anno. Weil die Samtgemeinde Rodenberg somit eine Menge Strom einspart, ist eine Amortisierung der Anlage binnen 20 Jahren angepeilt.
Dies hänge aber auch von der Strompreisentwicklung ab. Steigen die Preise weniger stark an als geschätzt, könnte es etwas länger dauern, bis sich die Investition rechnet. Rabe betont jedoch, dass sein Vorgänger die Werte eher pessimistisch angesetzt hat. Und so oder so gibt es einen Nutzen: Pro Jahr verringert die Anlage den CO2-Ausstoß um 46,7 Tonnen.

Öffentliches Netz zieht ebenfalls Nutzen aus Anlage

Bis zu 20 Prozent des Elektrizitätsbedarfs für die Kläranlage können jetzt aus Solarstrom gewonnen werden. Dennoch dürfte zeitweise überschüssiger Strom – selbstverständlich gegen eine Vergütung – ins öffentliche Netz eingespeist werden. Beispielsweise an Sommertagen, wenn bereits früh morgens die Sonne scheint, die Kläranlage aber noch wenig Strom benötigt.

Deren Bedarf hängt nämlich mit dem Einlaufen des Abwassers zusammen. Und dies beginnt, wenn die Menschen die Hähne und Spülungen in Toiletten und Küchen aufdrehen. Erst am späten Vormittag läuft das Klärwerk dann auf Hochtouren. Und da der Sonnenstrom nicht zwischengespeichert werden kann, muss er im Fall eines Überschusses ins Netz geleitet werden. gus

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