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Samtgemeinde Rodenberg Viel vor der Brust
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg Viel vor der Brust
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00:28 15.03.2018
Nach 14 Jahren beim Bad Nenndorfer Bauamt übernimmt Markus Jacobs jetzt die Leitung der Rodenberger Behörde. Quelle: göt
RODENBERG

Herr Jacobs, Sie haben gerade erst in Rodenberg angefangen, konnten Sie sich trotzdem schon etwas eingewöhnen?
Ja ich denke schon, ich muss mich natürlich noch in viele Themen einarbeiten. Andererseits von meinem Team her überrascht es mich, dass es jetzt erst zwei Wochen sind, die ich hier bin. Das kommt mir fast schon länger vor.

Sie fühlen sich wohl?
Ja, absolut.

Sie waren vorher 14 Jahre in Bad Nenndorf tätig, das heißt, Sie kennen die Gegend. Haben Sie sich trotzdem gezielt auf den Job vorbereitet? Sind Sie alle Dörfer abgefahren?
Vorbereitet habe ich mich insbesondere durch die Lektüre der Schaumburger Nachrichten – ehrlich! Es ist schon so, dass ich darauf achte, was gerade in Rodenberg geschieht. Speziell hierfür bin ich jetzt gar nicht mehr unbedingt durch die Dörfer gefahren. Das habe ich vorher immer schon gemacht durch mein Hobby – Triathlon. Da fahre ich mit dem Rennrad sowieso viel auch hier in der Gegend, von daher kenne ich die Örtlichkeit eigentlich einigermaßen. Aber Schulen, Kindergärten und so weiter, das muss ich mir alles noch angucken und aneignen.

Sie sind jetzt im Grunde genommen einmal über die B 65 gewechselt in die Nachbarsamtgemeinde. Sehen Sie da Vorteile oder Nachteile?
Bei der B 65 könnte es gegenläufige Interessen geben. Die einen wollen es vielleicht von sich weg gerückt haben und Rodenberg wird es nicht zu sehr auf der Pelle haben wollen. Die Rodenberger werden eher wollen, dass es in der alten Trasse bleibt. Es hat wohl beides: Vor- und Nachteile. Vorteil ist sicherlich, dass man viele Gepflogenheiten im Landkreis kennt. Es kann vielleicht aber auch manchmal etwas unglücklich sein, wenn man dann jetzt praktisch dann auch mal gegen Bad Nenndorf agieren muss. Beim Thema Einzelhandel sehe ich momentan keine Probleme. Ich wüsste jetzt nicht, dass es eine große Konkurrenzsituation mit Bad Nenndorf gibt.

Welche Projekte haben Sie sich als erstes auf die Fahne geschrieben, wo wollen Sie ansetzen?
Im Grunde erst mal die Projekte, die schon laufen, gut voranbringen. Zum Beispiel die drei Feuerwehrhäuser die in Planung sind und die Neubauten für die Kinderbetreuung.
Sehen Sie irgendwo Handlungsbedarf?

Es ist wahrscheinlich etwas zu früh, um das zu beurteilen. Die Stadt hat viel vor. Wird es schwierig, das alles unter einen Hut zu kriegen?
Das könnte nicht ganz einfach sein, sagen wir es mal so. Das sind schon viele Projekte und im Gegensatz zu Bad Nenndorf sind wir hier personell schon etwas dünner besetzt. Es ist eine Herausforderung, denke ich.

Dazu kommen noch Themen, bei denen Sie sich auch mit einbringen können. Ich rede jetzt zum Beispiel von der Innenstadtsanierung und vom Stadtentwicklungsprogramm. Haben Sie sich da auch schon reingefuchst?
Bis jetzt eher weniger. Das steht mir noch bevor. So etwas Ähnliches gab es ja mit dem Citymanagement in Bad Nenndorf. Aber etwas zu gestalten und aktiv voranzubringen, ist immer schön. Klar, es ist ja auch immer ein Ziel, die Innenstadt zu entwickeln. Das ist ein schönes Thema, wo man sich ganz neu einbringen kann.

Auch die kleinen Orte wollen sich entwickeln und wachsen. Es sind viele Baugebiete geplant oder befinden sich gerade in der Anstoßphase. Wie sehen Sie das?
Den Orten muss sicherlich auch die Möglichkeit gegeben werden, sich weiterzuentwickeln und nicht immer nur in den größeren Orten. Wenn das im verträglichen Rahmen ist, dass der Ort sich nicht verdoppelt von der Größe, dann denke ich, ist das doch durchaus positiv. Weil eher junge Familien zuziehen, sodass sich die Orte dann auch etwas verjüngen können. Oft ist es so, dass junge Familien nach Bad Nenndorf, Rodenberg und Lauenau ziehen und die kleinen Orte etwas ausbluten – und das fände ich schade.

Sie haben jetzt viel Projekte vor der Brust und müssen sich in vieles erst reinarbeiten . Wie geht es denn die nächsten Wochen für Sie weiter?
Einarbeiten muss ich mich in alle Themen die anliegen. Prioritäten zu setzen ist da schwierig. Für mich persönlich ist zum Einarbeiten wahrscheinlich der Hochbau ein Thema, weil ich da bisher eher weniger Berührungspunkte gehabt habe. Zum Beispiel bei der Bauleitplanung bin ich fachlich eher im Thema.

Werden die Rodenberger auch beim Schützenfest mit Ihnen rechnen können?
Ja, ich denke schon. Das habe ich hier schon aufgenommen, dass das Schützenfest die fünfte Jahreszeit ist. Ich denke, es wäre sicherlich angemessen, sich da mal sehen zu lassen.

 Interview: Andrea Göttling