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Wasser soll teurer werden

Betriebsausschuss mehrheitlich für Gebührenerhöhung Wasser soll teurer werden

In Netze und Anlagen der Wasser- und Abwasserwirtschaft muss weiter investiert werden, darin sind sich die Politiker im Betriebsausschuss der Samtgemeinde einig.

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Das Wasser wird teurer.

Quelle: pr.

Samtgemeinde Rodenberg. Doch bei der Wasserpreiserhöhung schieden sich die Geister. Dabei kommt es im Bereich der Wasserversorgung bereits im laufenden Jahr zu einer finanziellen Unterdeckung. Dennoch folgten die drei SPD-Ratsherren dem Vorschlag der Verwaltung nicht, die Gebühr auf 1,25 netto pro Kubikmeter zu erhöhen. Sie enthielten sich.

 Eine geraume Menge des Frischwassers bezieht die Samtgemeinde vom Wasserverband Nordschaumburg. Dieser hat in den vergangenen Jahren zweimal den Wasserpreis erhöht, der nun bei 1,13 Euro pro Kubikmeter liegt. In Rodenberg zahlen die Kunden bisher jedoch nur 1,12 Euro netto an die Samtgemeinde. „Es wird relativ deutlich, dass wir dazulegen“, sagte Sven Janisch, der neue kaufmännische Betriebsleiter der samtgemeindeeigenen Betriebe. Seit Anfang 2015 müsse die Samtgemeinde den Preis an den Wasserverband zahlen.

 Schon das Jahresergebnis 2014 weist einen Fehlbetrag von 56813 Euro aus. Die Wasserbezugskosten stiegen in dem Jahr um rund 103733 auf 686819 Euro. Hinzukommt, dass der Verbrauch gestiegen ist. Auf Nachfrage von Udo Meyer (CDU) nannte die Verwaltung unter anderem weitere Gewerbeansiedlungen als Grund. Im Logistikpark Lauenau sind im vergangenen Jahr rund 28500 Kubikmeter Wasser mehr verbraucht worden.

 Die Verwaltung hat für den Kalkulationszeitraum bis 2017 deshalb einen Preis von 1,25 Euro pro Kubikmeter ermittelt, um eine Kostendeckung zu erreichen. Dieser soll ab Januar 2016 gelten. Die Zählergebühren sollen nicht verändert werden. „Gebührenerhöhungen haben wir eigentlich nicht so gerne, schon gar nicht im Wahljahr“, gab Meyer zu. Den Kopf in den Sand zu stecken, mache aber wenig Sinn. Deshalb folge man dem Verwaltungsvorschlag. Der Ausschuss stimmte mit der Mehrheit von Grünen und CDU für die Erhöhung. Die SPD-Ratsherren begründeten ihre Enthaltungen bei der Sitzung nicht.

 Die CDU konnte sich nicht verkneifen, später über diese Haltung der SPD zu frotzeln. Bei der Abstimmung über die Investitionen in eine neue Druckleitung für Altenhagens Bereich „Zum Kalkofen“ hoben die Sozialdemokraten die Hand für eine Investition von 45000 Euro. Dies hielt Meyer nicht für redlich. „Die SPD will die Gebühren nicht erhöhen, weil Wahljahr ist, will aber investieren. Das finde ich nicht seriös“, sagte Meyer. Selbst dem – zur Neutralität verpflichteten – Ausschussvorsitzenden Friedrich-Wilhelm Platte entfuhr ein Kommentar in dieselbe Richtung.

 Für die Druckleitung jedenfalls stimmte der Ausschuss einstimmig. Damit werde in Altenhagen die letzte noch fehlende Wasserleitung angepasst, sagte der technische Betriebsleiter Björn Ladage. bab

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