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Weiter Kritik am Nahverkehr

Samtgemeinde Rodenberg Weiter Kritik am Nahverkehr

Die geplante Anbindung ans Klinikum in Vehlen für Patientenbesuche stößt im Seniorenbeirat der Samtgemeinde Rodenberg noch auf Skepsis. Das neu gebildete Gremium erneuerte zudem die grundsätzliche Kritik am Nahverkehrsangebot des Landkreises Schaumburg.

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SAMTGEMEINDE RODENBERG. Der Landkreis bietet Busfahrten zu dem Klinikum an, jedoch nicht aus allen Schaumburger Gemeinden. Daher setzt die Kreisverwaltung darauf, dass sich Bürger aus nicht direkt angebundenen Gebieten mit den örtlichen Anruf-Auto- und Bürgerbus-Systemen oder mit dem Seniorentaxi-Modell behelfen und zum Klinikum reisen. Maximal fünf Euro soll ein Transfer die Besucher kosten, sind die eigentlichen Kosten höher, übernimmt der Kreis den Rest.

Willi Gerland, Vorsitzender des Seniorenbeirats, bemängelte die fehlende Transparenz. Es müsse eine Broschüre geben, aus der hervorgeht, wie und wann die Einwohner der unterschiedlichen Gemeinden zum Klinikum gelangen. Derzeit gibt es nach Worten von Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla noch keinen finalen Beschluss vom Kreistag, wie genau die Bezuschussung realisiert werden soll. Er gehe aber davon aus, dass nach den Ankündigungen der Kreisverwaltung in dem Gremium keine Rolle rückwärts vollzogen wird und das gesamte Vorhaben kassiert wird.

Auch Landkreis begleicht Rechnungen

Der Seniorenbeirat setzt darauf, dass den hiesigen Bürgern eine direkte Fahrt per Anruf-Auto zum Klinikum und zurück gewährt wird. Pro Strecke für besagte fünf Euro. Sobald klar ist, wie die Sache funktionieren soll, müsste dies auch im Informationsblatt des Rodenberger Anruf-Autos erklärt werden, sodass eine Neuauflage notwendig wird.

Dieses System sieht bezuschusste Taxifahrten mit zwei lokalen Unternehmen vor. Bei den bisherigen Touren übernimmt die Samtgemeinde Rodenberg die Zuschüsse und rechnet diese anhand von eingereichten Belegen mit den beiden Taxi-Betrieben ab. Allerdings begleicht nachträglich auch der Landkreis einen Teil der Rechnung, sofern die Fahrten nicht in Konkurrenz zum Öffentlichen Nahverkehr standen.

Schaumburg weniger innovativ

Friedhelm Springinsguth bezweifelte, dass das Thema eine große Personengruppe betrifft. Doch Gerland entgegnete: Auch wenn nur eine Randgruppe auf solche Klinik-Transfers angewiesen wären, sei das Thema wichtig. Und mit einer besseren Anbindung stärke der Landkreis auch das Klinikum in Konkurrenz zu den Krankenhäusern in Neustadt, Bad Münder und Gehrden.

Dass der GVH-Tarif selbst Anfang 2018 noch nicht auf den Landkreis Schaumburg ausgeweitet wird, wurde im Beirat harsch kritisiert. Die andauernde Verzögerung bezeichnete Gerland als „Eiertanz“. „Vielleicht erleben wir das ja in unserer Lebenszeit noch“, schob er seufzend nach.

Hudalla berichtete von einem ÖPNV-Seminar in Hannover, wo der Landkreis Hameln-Pyrmont als vorbildlich dargestellt wurde. Dort seien die ÖPNV-Strecken zum Jahresanfang um 15 Prozent ausgeweitet worden und die Preise deutlich gesenkt worden. Der Landkreis Schaumburg sei da weniger innovativ. Dem pflichtete Gerland bei. Dass hier die Passagiere teils in „vollgepfropfte Schulbusse“ steigen sollen, sei eigentlich nicht hinnehmbar, meinte der Beiratsvorsitzende. gus

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