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"Wie aus der Zeit gefallen"

Herbe Kritik an ÖPNV "Wie aus der Zeit gefallen"

Nach wie vor ist der Öffentliche Nahverkehr eines der zentralen Themen in der Samtgemeinde Rodenberg. Verwaltungsspitze und Seniorenbeirat sind sich einig: Es gibt zu wenige Buslinien. Vorsitzender Wilhelm Gerland sprach in einer Sitzung des Beirats noch einmal den Transfer zum Klinikum Vehlen an.

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Symbolbild

Samtgemeinde Rodenberg. Er plädierte für eine Sammeltaxi-Lösung. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla sagte, es dürfe kein System nur für Rodenberg gebastelt werden, das am Ende nicht mit den überörtlichen Strukturen zusammenpasst. Erst müsse das große Modell stehen, dann könne sich die Samtgemeinde mit dem entsprechenden befassen.

Einig waren sich Hudalla und Gerland darin, „dass der Landkreis erheblich schneller sein könnte.“ Der Beiratsvorsitzende bezeichnete die Geschwindigkeit und den Sachstand als „beschämend“. Wäre der Startschuss fürs Klinikum nicht um Monate verschoben worden, müssten die Besucher, die kein eigenes Auto haben, ab dem 1. Januar „in überfüllten Schulbussen“ und mit mehreren Umstiegsstationen nach Vehlen reisen.

"Etliche Schwachstellen" ausgemacht

Hudalla stimmte zu, der ÖPNV in Schaumburg wirke „aus der Zeit gefallen“. In eigener Erfahrung habe er etliche Schwachstellen ausgemacht, doch leider lasse sich dieser Missstand nicht von heute auf morgen ändern. Dem Öffentlichen Nahverkehr werde zu wenig Aufmerksamkeit beigemessen, was auch volkswirtschaftlich zu bemängeln sei.

Kritik hatte es im Beirat wegen einer Online-Umfrage zum Öffentlichen Nahverkehr gegeben. Eine so wichtige Sache hätte anders gehandhabt und auf dem Portal www.rodenberg.de deutlicher kenntlich gemacht werden müssen. Sonst heiße es am Ende noch: Da nur ein Bruchteil der Zielgruppe bei der Befragung mitgemacht hat, interessiert das Thema kaum jemanden.

Kein Einfluss der Kommmune auf Umfrage

Doch das Gegenteil sei der Fall, betonte Gerland. Hudalla betonte, dass es sich bei der Umfrage nicht um ein Projekt der Kommune gehandelt habe. Dieses werde vielmehr von zwei jungen Frauen betrieben. „Wir hatten auch keinen Einfluss auf die Fragen“, so Hudalla. Aber: „Wir begleiten das positiv.“ Daher habe die Samtgemeinde den Fragebogen auf der eigenen Internetseite verlinkt. „Wir gehen davon aus, dass das Projekt für uns interessante Erkenntnisse bringt“, räumte Hudalla ein.

Mehr Werbung würde die Kommune auch mit Sicherheit für eine eigene Umfrage machen, beispielsweise innerhalb eines Mobilitätsprojekts der Samtgemeinde. Ein solches ist ohnehin geplant. Gerland blieb dabei: Er hätte sich eine deutlichere Kenntlichmachung zumindest auf www.rodenberg.de gewünscht.

Günter Knief erklärte, dass er der Ansprechpartner innerhalb der Gemeinde Apelern für die Umfrage war. Er sollte die die papiernen Bögen annehmen. Denn es waren offenbar auch Fragebögen in Briefkästen gesteckt worden, wenn auch nur sporadisch. Die Mehrheit im Beirat hatte aus dem Bericht dieser Zeitung von der Befragung erfahren. Knief sagte, ihm seien immerhin 14 ausgefüllte Bögen übermittelt worden. gus

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