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Windkraft: SPD diskutiert mit Bürgern

Samtgemeinde Rodenberg Windkraft: SPD diskutiert mit Bürgern

Die Samtgemeinde-SPD hat zu einem unverbindlichen Treffen zum Thema Windkraft geladen. Vertreter der Initiativen aus Feggendorf und Hülsede kamen zu der Gesprächsrunde, die nach Worten von Rodenbergs SPD-Chef Uwe Märtens dem „Informationsaustausch“ dienen sollte.

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Samtgemeinde Rodenberg. Nicole Wehner von der Bürgerinitiative (BI) der Dorfgemeinschaft Feggendorf nutzte die Gelegenheit, um mittels eines Vortrags zu zeigen, welche Benachteiligungen weitere Windkraftanlagen in der Samtgemeinde zur Folge hätten. Dabei sprach sie unter anderem die Reizthemen Lautstärke, Tierschutz und Landschaftsbild an.

Martin Höhle von der BI Hülsede brachte bisher unbeachtete Aspekte ins Spiel. „Bei einer geplanten Anlagenhöhe von 200 bis 300 Metern kann es bei kalten Temperaturen schnell zu Eiswurf kommen“, sagt er. Nach dem überarbeiteten Entwurf des neuen Windenergie-Erlasses seien die einzuhaltenden Entfernungen zu Straßen und Autobahnen zu gering. „Die Sicherheitsmängel sind gravierend“, sagte er. Außerdem seien in den Entwurf für weitere Punkte „viele Hintertüren offen gelassen“. Hans Walter Krannich, ebenfalls BI Hülsede, fügte hinzu: „Das ist einer Demokratie unwürdig, wie da über die Bürger hinweg entschieden werden soll.“

Auch den Tierschutz beleuchtete Höhle von einer anderen Seite. Denn was passiert mit Vögeln, die mit den Windkraftanlagen kollidieren, aber nicht sterben? „Für geschützte Arten besteht ein Tötungsverbot. Das betrifft auch jene Tiere, bei denen eine Chance auf Teilgenesung besteht“, erklärte Höhle. Doch wer würde sich dann um die Vögel kümmern? „Da muss klar das Verursacher-Prinzip greifen. Es kann nicht sein, dass die Gemeinden dafür aufkommen müssen.“

SPD-Chef Märtens sagte, dass man nicht vergessen dürfe, dass auch „der eine oder andere Landwirt wirtschaftliche Interessen“ verfolge. Ein Bürgerwindpark scheint indes vom Tisch. „Dahin gehend habe ich keine Mehrheit wahrgenommen“, erklärte Märtens.

Sowohl die Vertreter der beiden BIs als auch die SPD-Politiker einigten sich darauf, bei dem nächstem Treffen einen Experten vom Landkreis hinzuziehen, um beispielsweise etwaige Fragen zum Thema Vorrangfläche und deren Ausschlusswirkungen klären zu können. Außerdem regte Krannich für die kommende Zusammenkunft an, sämtliche Parteien der Samtgemeinde an einem Tisch zu bringen. js

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