Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Wohl und Weh beim Transfer

Taxi-Unternehmen verweigert Fahrt Wohl und Weh beim Transfer

Ein älterer Einwohner hat ein Taxi-Unternehmen gebeten, ihn zu den vom Landkreis bekannt gegebenen Konditionen nach Vehlen zu bringen. Dieses weigerte sich aber den Passagier zu befördern, denn die Anrufauto-Verträge bestehen nur mit zwei bestimmten Unternehmen und müssen im Voraus angekündugt werden.

Voriger Artikel
Kommandowagen und Helme neu
Nächster Artikel
Nicht ins eigene Fleisch schneiden

Samtgemeinde Rodenberg. Besucher können dank den ausgehandelten Anrufauto-Verträgen für fünf Euro pro Strecke aus der Samtgemeinde zu dem neuen Krankenhaus und zurück gelangen – in diesem Fall jedoch nicht.

Der betreffende Mitarbeiter des Taxi-Unternehmens hat erklärt, es gebe eine solche Vereinbarung nicht und verwies auf die Rodenberger Verwaltung, die dazu nichts kommuniziert habe. Doch Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla betonte gegenüber dem Seniorenbeirat, dass der Landkreis die entsprechenden Verträge mit den Beförderungsunternehmen zu machen hat.

Es scheint sich allerdings um einen Sonderfall zu handeln. Beiratsvorsitzender Willi Gerland berichtete von eigenen Probefahrten, die reibungslos geklappt hätten. Probleme beim Bezahlen gab es keine, pünktlich sei der Transport auch erfolgt. Dies sei der günstigste Weg, um Besucher zum Klinikum zu bringen. Die Alternative per Zug und Bus sei zudem erheblich weniger bequem.

Der Landkreis begleicht den Rest der Taxirechnungen – und diese Summen sind nicht gerade klein, wie Gerland unterstrich. Hinfahrten zum Vehlener Krankenhaus können nach diesem Modell montags bis freitags für 9.30 und 14.30 Uhr gebucht werden, Rückfahrten sind um 12 und 17 Uhr möglich. Abgeholt werden die Passagiere vor der Haustür, Sammelfahrten sind möglich. Der Preis für Kinder beträgt 3,50 Euro.

Die Fahrten müssen einen Tag im Voraus bis spätestens 16 Uhr bei den Unternehmen Funktaxen Schaller, Telefonnummer (05723) 26 51, und Taxi Kühn, Telefonnummer (05723) 2222, angemeldet werden, da diese die Anrufauto-Verträge mit der Samtgemeinde haben. Möglicherweise liegt dort die Ursache für das von Hudalla geschilderte Missverständnis, denn mit welchem Taxibetrieb der erboste Senior telefoniert hatte, blieb offen.

Bürger ab 65 Jahren und solche mit einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent können aber zusätzlich das Senioren-Taxi für Klinik-Transfers nutzen. Dazu stehen dem genannten Personenkreis jährlich zehn Wertbons zur Verfügung, die jeweils 2,50 Euro kosten. Damit kann die Hälfte des Fahrpreises beglichen werden – die andere Hälfte zahlt der Fahrgast selbst.

Somit ist dieses kreisweit geltende Modell deutlich teurer im Vergleich zum Anrufauto. Es ist aber auch flexibler, da es montags bis sonnabends zu Zeiten nach Wahl angewandt werden kann. Die Anträge für die Bons liegen bei den Gemeinden aus. Friedhelm Springinsguth wies darauf hin, dass die beiden Anrufauto-Unternehmen zu den genannten Zeiten auch ausgebucht sein können, weil alle Taxis bereits anderweitig unterwegs sind.

Der Seniorenbeirat in Rodenberg war das erste Gremium im Landkreis, das die Problematik der Besucher-Transporte nach Vehlen erkannt und öffentlich angesprochen hat. Denn es fehlen direkte Busanbindungen zum Klinikum – vor allem aus den Kommunen des Nordostkreises heraus. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg