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Zahl der Hochzeiten hat sich verdoppelt

Märchenschloss statt Amtsstube Zahl der Hochzeiten hat sich verdoppelt

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Heiratenden in der Samtgemeinde Rodenberg in den vergangenen fünf Jahren. Dabei hat sich die Anzahl der Rodenberger Eheschließungen eigentlich kaum verändert, berichtet Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla. Der Reiz auf Gäste von außerhalb ist jedoch deutlich gestiegen.

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Außer im Rathaus können sich Paare in der Samtgemeinde Rodenberg auch an einigen besonderen Orten trauen lassen, beispielsweise in der Orangerie.

Quelle: pr.

Samtgemeinde Rodenberg. 57 standesamtliche Trauungen verzeichnete die Verwaltung noch 2005, die Jahre darauf waren die Zahlen ähnlich. Doch nach einem Tiefstand von 50 Trauungen in 2010 ist die Zahl binnen fünf Jahren auf 104 (2015) hochgeschnellt. 2014 und 2012 lag das Ergebnis mit 91 beziehungsweise 93 Trauungen bereits ziemlich hoch. Den „Rückfall“ auf 68 im Jahr 2013 erklärt sich Hudalla vornehmlich mit der Jahreszahl, die einige wohl nicht als Hochzeitsdatum auf ihrem Trauschein lesen wollten.

Die offenbar gestiegene Attraktivität für Besucher von außerhalb sieht Hudalla in den außergewöhnlichen Örtlichkeiten, an denen man sich in der Samtgemeinde inzwischen trauen lassen kann. Seit etwa fünf Jahren nämlich, also zeitgleich mit Beginn des „Heirats-Booms“, können sich Pärchen auch außerhalb des Standesamts das Ja-Wort geben, mittlerweile im Ständehaus in Rodenberg, im Wasserschloss Hülsede und im Schloss von Hammerstein in Apelern.

Auch wenn kirchliche Trauungen zurückgehen, „wünschen sich Paare natürlich trotzdem eine schöne Hochzeit, die sie nicht bloß in einer Amtsstube verbringen möchten“, hat Sophie von Gossler-Hammerstein die Erfahrung gemacht. Das historische Ambiente eines Schlosses für die Trauung – im Falle von Apelern beispielsweise im Schlossgarten, der Orangerie oder sogar tief unten im Gewölbe – biete für viele eine schöne Alternative. „Vermutlich wären es sogar mehr als die 104 Trauungen“, glaubt von Gossler-Hammerstein. Denn beliebte Termine am Sonnabend oder Freitagnachmittag seien natürlich schnell vergriffen, und das Standesamt habe auch nur zwei Mitarbeiter. Somit habe das Schloss immer mehr Anfragen als Kapazitäten.

Die Pärchen kommen dabei längst nicht nur aus den angrenzenden Gemeinden. Gerade aus dem Hannoveraner Zentrum gebe es eine Vielzahl an Paaren, die das Angebot nutzten, sagt Hudalla. Hintergrund sei oft derjenige, dass Braut oder Bräutigam einst in dieser Gegend aufgewachsen seien und nun für ihre Heirat gerne noch einmal zurückkommen – zumindest, seit es die neuen Standorte zur Auswahl gibt. Von Gossler-Hammerstein erinnert sich sogar an Hochzeitspaare aus Australien und Irland, „auch eine persische Hochzeit hatten wir schon“.

Die neue Entwicklung habe außerdem einen sehr positiven Nebeneffekt auf die Wirtschaft vor Ort, sagt von Gossler-Hammerstein. Denn wer in der Samtgemeinde Rodenberg heirate, beauftrage für gewöhnlich auch einen Floristen von dort. Hotels und Restaurants zum Beispiel profitierten ebenfalls von den zusätzlichen Gästen, zum einen für die anschließenden Feiern, zum anderen für die Gäste von außerhalb, die über Nacht bleiben wollen.kle

Einen neuen Trend, was die beliebteste Jahreszeit für Hochzeiten angeht, konnten die Mitarbeiter des Standesamts ebenfalls beobachten. Am gefragtesten ist demnach nicht mehr Wonnemonat Mai, erzählt Hudalla. „Alles hat sich mehr in den Spätsommer verlagert, August und September führen mit weitem Abstand.“ kle

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