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Zwei neue Stellen für Flüchtlingshilfe

Koordinatorin zieht sich zurück Zwei neue Stellen für Flüchtlingshilfe

Um Arbeiten, die die Aufnahme und Beherbergung von Flüchtlingen betreffen, besser abwickeln zu können, hat die Samtgemeinde zwei zusätzliche Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis eingestellt.

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Samtgemeinde Rodenberg. Die bisherige ehrenamtliche Flüchtlingskoordinatorin, Tina Böhm, blieb bei der Entscheidungsfindung der Gemeinde außen vor. Die Gründe dafür werden unterschiedlich bewertet.

Seit Oktober gibt es nach Angaben von Verwaltungschef Georg Hudalla einen Ressort übergreifenden Arbeitskreis aus drei Verwaltungsangestellten, die sich um Flüchtlingsangelegenheiten kümmern. „Dabei fällt auch viel Tagesgeschäft an, etwa das Transportieren von Möbeln oder die Übergabe von Schlüsseln“, so Hudalla weiter. Für derlei Unterstützungsaufgaben wurden nun Rolf Neumann aus Pohle und Petra Lieberwirth aus Rodenberg befristet eingestellt.

Für Böhm stellt sich der Sachverhalt allerdings anders dar. „Im Rat wurden die neuen Stellen als Flüchtlingskoordinatoren vorgestellt“, sagt sie. Also genau die Arbeit, die die Awo-Ortsvereinsvorsitzende seit einem Jahr ehrenamtlich ausführt, beispielsweise das Organisieren von Deutsch-Kursen oder Hilfe bei bürokratischen Prozessen. Gesprochen habe mit ihr niemand über die Stellenbesetzung. „Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt“, berichtet Böhm.

Dabei habe sie sich im Vorfeld an die Kommune mit der Bitte gewandt, die immer weiter zunehmende ehrenamtliche Arbeit finanziell etwas zu entlasten. Als die Verwaltung Böhm auch noch gebeten habe, die neuen Mitarbeiter ehrenamtlich einzuarbeiten, sei es für die Awo-Ortsvereinsvorsitzende zu viel gewesen. „Ich ziehe mich aber nicht komplett aus der Flüchtlingshilfe zurück, ich will ja helfen“, erklärt sie. „Es wäre nur schön gewesen, wenn irgendjemand mit mir vernünftig gesprochen hätte.“

Für Böhm legt die Bitte nach Einarbeitung der neuen Kräfte nahe, dass Lieberwirth und Neumann ihre Arbeit übernehmen sollen. Die Arbeitsbereiche Böhms und der beiden 450-Euro-Kräfte sind für Hudalla jedoch zwei verschiedene Paar Schuhe. „Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe kümmert sich um die Menschen“, erklärt Hudalla. Die Verwaltung beziehungsweise ihre beiden Hilfskräfte unterstützten bei den „praktischen Dienstleistungen“ wie etwa das Einrichten von Wohnungen.

Im Übrigen erfolge die Zuweisung von Flüchtlingen – Stand vergangene Woche 40 Personen in der Samtgemeinde – bisher zurückhaltend. Sollte es zu den prognostizierten 300 Hilfesuchenden kommen, bestehe auch die Möglichkeit, zwei weitere Stellen auf 450-Euro-Basis zu schaffen. js

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