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Auhagen Anrufbus mit Startschwierigkeiten
Schaumburg Seeprovinz Auhagen Anrufbus mit Startschwierigkeiten
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19:05 15.09.2015
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Auhagen

Einige Mitglieder des Rates Auhagen reagierten in der jüngsten Sitzung skeptisch bis ablehnend, einen Teil der Betriebskosten zu übernehmen.

Dass bei der Abstimmung über den Zuschuss von mehr als 3000 Euro an den Verein für ein Jahr doch noch eine dünne Mehrheit von fünf Stimmen bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen zustande kam, ist wohl auch dem Eingreifen von Erhard Grabowski (SPD) zu verdanken. Dieser hatte sich verärgert darüber geäußert („Mir wird gleich die Sicherung warm“), dass sich zwischenzeitlich sogar eine Mehrheit gegen den Anrufbus abzeichnete.

Mit deutlicher Ablehnung reagierte Tobias Franke (CDU), der in dem Projekt, so wie er sagte, „keinen Sinn sieht“. Franke stellte die Frage, wer mit dem Bus fahren werde. „Außerdem will der örtliche Taxiunternehmer auch leben“, sagte er.

Es sei schon immer so gewesen, dass zuerst die Älteren die Jungen fahren und später die Jungen die Älteren, argumentierte Rolf Adam aus der CDU-Fraktion. „Wer aus Auhagen weg will, hat das schon immer gekonnt.“

Wie einige seiner Ratskollegen sah auch Bürgermeister Kurt Blume (SPD) das Projekt skeptisch. Zu tief sitzt offenbar noch das Scheitern des samtgemeindeeigenen Bürgerbusses. Dem Anrufbussystem räumen die Auhäger ähnlich geringe Chancen ein.

Erst als der Vorschlag auf dem Tisch lag, die Summe nur für ein Jahr zu genehmigen und dann die Erfahrungen auszuwerten, fand sich in der Abstimmung die knappe Mehrheit. Nach Angaben von Blume will der Bürgerbusverein Niedernwöhren offenbar so schnell wie möglich, am 15. Oktober, spätestens zum 1. November, den Betrieb auf die Samtgemeinde Sachsenhagen ausdehnen. jpw

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