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Auhagen nach Überfall unter Schock

Rakelbusch-Räuber flüchtig Auhagen nach Überfall unter Schock

Schock in den frühen Morgenstunden: Als eine 45-jährige Mitarbeiterin der Tankstelle Rakelbusch gegen 4 Uhr ihren Dienst vorbereitete, Brötchen buk und Zeitungen ins Haus holte, lauerte ihr ein Räuber auf. Komplett schwarz vermummt und mit Pistole in der Hand forderte er Geld.

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Der Überfall auf die Tankstelle hat ganz Auhagen geschockt.

Quelle: rg

Auhagen. Die Frau ging mit ihm zur Kasse und händigte den Inhalt aus. Danach schloss der Mann sie in der Toilette der Tankstelle ein und verschwand. Zwei Stunden lang blieb die Mitarbeiterin eingesperrt. Um sechs Uhr öffnet die Tankstelle normalerweise. Ein verwunderter Kunde rief bei Rakelbusch an. Der machte sich auf den Weg, erkannte, was passiert war – und alarmierte die Polizei.
Die Beamten fahndeten mit Unterstützung von Kollegen aus der Region Hannover nach dem Täter, jedoch erfolglos. „Zwei Stunden nach der Tat ist das natürlich ein schwieriges Unterfangen“, sagt der hiesige Polizeisprecher Axel Bergmann. Acht Streifenwagen und zwei Hundeführer suchten den Räuber, ein Hubschrauber sei zu der Zeit aber „nicht einsatzbereit“ gewesen.
Die Polizei verbreitete eine Warnung, Autofahrer in der Umgebung sollten keine Anhalter mitnehmen. Bergmann zufolge habe man den Hinweis erhalten, dass es sich sogar um zwei Täter handeln könnte, was die Ermittler zum Zeitpunkt aber weder bestätigen noch entkräften können.
Der Räuber soll mit einer Jogginghose, Pullover und Schirmmütze bekleidet gewesen sein, alles in Schwarz. Außerdem habe er eine Skimaske und eine Sonnenbrille getragen und schwarze Schuhe, die dem Opfer wegen der auffälligen vier weißen Streifen darauf im Gedächtnis blieben. Er sei groß und schlank gewesen.
Der Rakelbusch-Mitarbeiterin zufolge habe der Vermummte einen ruhigen Eindruck gemacht, sei bei seinen Forderungen ohne Drohgebärden ausgekommen. Nicht sicher war sie sich, ober er einen Akzent hatte. Möglicherweise einen leichten, den sie aber nicht näher zuordnen konnte.
Nach Polizeiangaben blieb die Frau zwar körperlich unversehrt, hat aber trotzdem spürbar unter dem Überfall gelitten.
Auch wenn sie von dem eigentlichen Überfall nicht viel mitbekommen haben: Der Schreck sitzt tief bei den Auhägern. Das Mitgefühl für die Rakelbusch-Mitarbeiterin ist groß. Im Ort ist die 45-Jährige vielen bekannt. Der Raub war ein Angriff auf das Dorfidyll – für Auhäger ist die Tankstelle Anlaufpunkt für viele, kleine Besorgungen.
Aufgeschreckt durch die Polizeipräsenz und die Suche nach dem Räuber erzählt eine Nachbarin am Vormittag, dass angeblich eine Sonnenbrille auf der Straße vor der Tankstelle gefunden wurde. Die Polizei bestätigt das. Es sei aber noch völlig unklar, ob der Fund etwas mit dem Überfall zu tun hat – sprich, ob es sich um die Sonnenbrille des Räubers handelt.
Hartnäckig hielt sich in Auhagen das Gerücht, dass es sich bei den Tätern – es seien nämlich zwei – um Gefängnis-Ausbrecher handelt. Die Polizei dementiert, Sprecher Bergmann nennt den Klatsch „Unfug“.
Eltern, die aus dem Radio bereits informiert waren, riefen gegen 7.30 Uhr im Kindergarten „Schatzinsel“ an und berichteten der stellvertretenden Leiterin Irma Buchholz von dem Geschehen. „Ich habe dann sofort mit der Polizei telefoniert“, sagt sie später.
Auch Bürgermeister Kurt Blume rief sie an. Angesichts der flüchtigen Täter bat sie um Polizeischutz für den Kindergarten. Die habe das aber laut Buchholz für nicht mehr notwendig gehalten, weil der oder die Täter offenbar nicht mehr im Ort waren.
Buchholz und die anderen Erzieher informierten, um die Nachricht von den Kindern fernzuhalten, die Eltern jeweils beim Verlassen der „Schatzinsel“. „Einige haben sich dann auch erklären können, warum sie im Ort so viele Polizeiwagen gesehen hatten“, sagte die stellvertretende Kindergartenleiterin.
Gegen 10.30 Uhr informierte der Bürgermeister selbst noch einmal im Kindergarten: „Die Täter sollen in Richtung Mesmerode entkommen sein“.
Die Beute fiel übrigens ausgesprochen mager aus. Da die Tankstelle noch nicht einmal geöffnet hatte, befand sich nur das Wechselgeld für die ersten Kunden des Tages in der Kasse.
Die Polizei bittet Zeugen oder Bürger, die im Verlauf des Morgens etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich unter Telefon (0 57 21) 4 00 40 zu melden. jcp/jpw

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