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Bald 25. Tag im Radlader-Prozess

Auhagen/Bückeburg / Prozess Bald 25. Tag im Radlader-Prozess

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Chef einer Hehlerbande mit Umschlagplatz in Auhagen nähert sich dem 25. Sitzungstag. Zuvor wird noch einmal am Freitag, 2. September, verhandelt. Zum wiederholten Mal tritt dann ein Kronzeuge auf, der im Auftrag des Angeklagten gestohlen haben soll.

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Auhagen/Bückeburg (ly). Am Bückeburger Landgericht ist die Sache das langwierigste Verfahren seit fünf Jahren, 2006 hatte dieselbe Kammer in einem Drogenprozess 40 Tage gebraucht. Beobachter gewinnen zunehmend den Eindruck, dass die Verhandlung nur mühsam vorankommt. Selbst treue Zuschauer, die den Prozess seit dem Auftakt im Februar aufmerksam verfolgen, wenden sich an manchen Tagen gelangweilt ab.

Zur Erinnerung: Es geht um drei Einbrüche in Baumärkte, sechs gestohlene Radlader und einen ebenfalls geklauten Motorhäcksler. Der Angeklagte, ein Geschäftsführer (34) aus Lauenhagen, soll das Diebesgut vermarktet haben. Zu den Vorwürfen schweigt er.

Dem Lauenhäger werden 16 Taten zur Last gelegt. Diese verteilen sich auf Hehlerei, Diebstahl und Anstiftung zum Diebstahl. Kommt es zu einem Schuldspruch im Sinne der Anklage, drohen ihm mehrere Jahre Haft. Den Wert der Beute beziffert die Staatsanwaltschaft mit mehr als 400.000 Euro.

Leicht hat es die 1. Große Strafkammer nicht, der Sachverhalt ist kompliziert. Erstens stellt sich das Geschehen recht unübersichtlich dar, zweitens geht es um relativ viele Taten, drittens müssen umfangreiche Ermittlungen von Polizeibehörden zweier Bundesländer in Einklang gebracht werden, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Außerdem muss das Gericht in jedem Fall von Hehlerei erst den dazu passenden Diebstahl aufklären. Das kostet Zeit.

Bisher hat die Kammer 87 Vernehmungen durchgeführt. Mehrere mutmaßliche Komplizen belasten den Angeklagten, andere Zeugen sahen in ihm einen Mann, der mit Baumaschinen aus Insolvenzen handelte. Die Akten füllen mehrere Umzugskartons.

Bereits recht früh waren die Verfahren gegen vier weitere Männer vorläufig eingestellt worden, die mit auf der Anklagebank saßen. In allen Fällen hatte das Gericht nur eine geringe Schuld gesehen, abgegolten durch Geldbußen zwischen 1000 und 2500 Euro.

Ursprünglich waren einmal 15 Verhandlungstage geplant. Nun sind 23 daraus geworden. Bisher.

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