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Auhagen Der „Düdinghäuser Teufel“ kehrt zurück
Schaumburg Seeprovinz Auhagen Der „Düdinghäuser Teufel“ kehrt zurück
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16:29 15.08.2011
Ulrike Fiedler-Meyer (von links) Karsten Baltes und Kurt Blume haben die Einzelheiten für die Rekonstruktion der Sandstein-Statue besprochen. © jpw

Düdinghausen (jpw). Aus zeitgenössischen Berichten ist zu schließen, dass das Original wohl von einem Pastor der Schaumburg-lippischen Landeskirche als heidnisches Teufelswerk zerschlagen worden ist.

Seit längerem laufen die Bemühungen, die frühere Touristenattraktion wieder in Düdinghausen aufstellen zu lassen. Die Einwohner hatten während des „Fürstenzuges“ im vergangenen Jahr eine Petition an „Fürst Ernst“ gerichtet.

Auhagens Bürgermeister Kurt Blume und die Eigentümerin der Gaststätte „Zur Erholung“, Ulrike Fiedler-Meyer, trafen sich nun nach dem Bescheid der „Schaumburger Landschaft“ mit dem Obernkirchener Steinbildhauer Karsten Baltes, um die Einzelheiten des Projektes zu besprechen.

Bereits im Frühjahr hatte sich der Auhäger Rat bereit erklärt, ein Drittel der Kosten für die Wiederherstellung des „Düdinghäuser Teufels“ zu übernehmen, von der Familie Meyer kommt das restliche Drittel.

So kann sich Baltes demnächst an die Arbeit machen. Der Steinbildhauer, der auch in Loccum ansässig ist, wird den „Teufel“ in seinem Atelier in Obernkirchen wieder erstehen lassen.

„Ich freue mich auf die Arbeit“, sagte Baltes. Als Vorlage für seine Arbeit ist er auf eine Postkarte aus dem Jahr 1912 angewiesen. Rund 100 Jahre später soll die Pan-Säule, die vermutlich vom Kamin des Sachsenhäger Schlosses stammt, in rund 1,50 Meter Größe wieder erstehen. Baltes will sich bei seiner Arbeit auch noch vom ähnlichen Kaminschmuck im Stadthäger Schloss inspirieren lassen.

Der Künstler rechnet mit einer Fertigstellung des „Teufels“ zum Jahresende. Der genaue Standort soll auch erst dann festgelegt werden.