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Auhagen Die Ungeduld wächst
Schaumburg Seeprovinz Auhagen Die Ungeduld wächst
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00:25 03.03.2018
Dieser Teil Auhagens könnte vom Klimaschutzprogramm profitieren – sofern es grünes Licht für eine Förderung gibt Quelle: ano
AUHAGEN

Wir haben unsere Vorschläge bei der Klimaschutzagentur Weserbergland eingereicht und danach mehrmals nachgehakt. Bislang leider ohne zufriedenstellendes Ergebnis.“

Man habe die ersten Vorschläge am 22. Juni vergangenen Jahres abgegeben, erinnert Blume. Zwar sei ihnen damals mitgeteilt worden, dass es bis zur Umsetzung einer Maßnahme ein Jahr dauern könne. Dass bisher aber noch gar keine Rückmeldung gekommen ist, enttäuscht den Bürgermeister. „Wir können schließlich erst loslegen, wenn die Dinge vertraglich fixiert sind.“

Zwei Nachfragen in 2017 sind nach seinen Angaben ohne Ergebnis geblieben: einmal Ende November, ein weiteres Mal kurz vor Weihnachten. Aus seinem Unmut macht der Bürgermeister keinen Hehl: „Das geht mir alles etwas zu langsam bei der Klimaschutzagentur.“ Die Behörde müsse den entsprechenden Antrag, sollte sie ihn für förderungswürdig befinden, beim Land stellen. Die Zeit dränge, da es auch schon erste Anfragen von Anwohnern gebe: „Eine Bürgerin hat uns etwa mitgeteilt, dass sie gerne eine Fenstererneuerung vornehmen würde.“

Kommt das Neubaugebiet dazu?

Das Areal mit dem Namen „Auhagen Ost“, das unter klimaschutzgerechten Bedingungen saniert werden soll, umfasst bislang die zentrale Straße Auf dem Rähden einschließlich des Kindergartens bis hin zu den drei Vereinsheimen am Aschenweg. Jeder Bereich kostet bei Realisierung etwa 30 000 Euro. Zu dem bislang angedachten Areal soll laut Blume nun noch das Neubaugebiet „Dülholzkämpe Süd“ stoßen. Jedoch sei bisher unklar, in welcher Form: „Es gibt die Möglichkeit, dieses dem bereits bestehenden Antrag hinzuzufügen oder einen neuen zu stellen.

Sollte eine Aufnahme ins Förderprogramm erfolgen, bekäme Auhagen 60 Prozent der im entsprechenden Gebiet erfolgenden Arbeiten vom Land bezahlt. Voraussetzung ist jedoch die Realisierung umweltfreundlicher Maßnahmen wie etwa Dämmmaßnahmen.

Mit dem Masterplan „100 Prozent Klimaschutz“ können sowohl kommunale als auch private Vorhaben gefördert werden. Der Anteil der Neubauten muss dabei immer unter 50 Prozent des Gesamtbestandes liegen. Die drei Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden gehören zu den bundesweit 22 Masterplan-Kommunen, die in diesem Zusammenhang besondere Fördermöglichkeiten haben. Die Region Weserbergland soll damit insgesamt attraktiver werden. ano