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Keine Langeweile im Tagesgeschäft

Bürgermeister Kurt Blume Keine Langeweile im Tagesgeschäft

Einen besonderen Plan braucht Kurt Blume für die ersten 100 Tage nicht mehr, es reicht die tägliche To-do-Liste, wie er auf Nachfrage sagt. Es ist die elfte Amtsperiode des 80-Jährigen als Auhäger Bürgermeister.

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Kurt Blume

Quelle: jpw

Von Jan Peter Wiborg AUHAGEN.  Und doch läuft nicht alles wie gewohnt: Frühzeitig hatte Blume seinen Hut als Kandidat wieder in den Ring geworfen, „sofern meine Partei mich will und die Gesundheit mitmacht“, hatte er eingeschränkt.

 Beides hat geklappt, und auch die Wähler haben ihm mit 254 Stimmen viel Vertrauen ausgesprochen. Nur: Blume ist immer noch Gemeindedirektor und somit Chef der Verwaltung, diesen Posten wollte er im Frühjahr nach mehr als 50 Jahren abgeben.

 Als seinen Nachfolger in diesem Amt hatte Blume Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier favorisiert. Aber als klar wurde, dass Wedemeier selbst die Arbeit an der Spitze der Mitgliedsgemeinden abgeben und nicht noch mehr aufladen will, hat sich aus Sicht der Auhäger kein geeigneter Kandidat mehr angeboten.

 Trotzdem hat Blume jetzt Unterstützung. Für den Bürgermeister etwas überraschend, erklärte sich sein Schwiegersohn, Heiko Monden, zur Ratskandidatur bereit und ist dabei, jetzt auch Verwaltungsarbeit zu übernehmen. „Man könnte meinen, ich habe ihn gedrängt“, meinte Blume. „Das stimmt aber nicht.“

 Gegenwärtig ist der Routinier dabei, die Themen der Ortsbereisung des Rates im Januar festzulegen. „Wir müssen die Auebrücken in Augenschein nehmen“, mahnt er. „Besonders die Boltenbrücke.“

 Auch die Ockerteiche werden sich die Ratsmitglieder anschauen, sie seien erstmals erfolgreich ausgeräumt worden, weiß der Bürgermeister.

 Auch der Friedhof soll angesteuert werden. „Das ist eigentlich nicht Gemeindesache“, meint Blume. Trotzdem seien Arbeiten, die im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben worden seien, noch nicht erledigt.

 Wenn es sein muss, nimmt er auch selbst die Geräte in die Hand, beseitigt das Hochwasser auf dem Kindergartengelände nach dem nassen Schneefall, oder kümmert sich um die durchhängenden Netze der Ballspielanlage.

 Das klingt auch in den ersten Tagen der neuen Amtszeit nach Routine, zumal auch die Pflasterung des restlichen Bürgersteiges in der Ortsdurchfahrt ansteht. „Die Begehung mit dem Bauhof ist schon gemacht.“ Nach Langeweile in den ersten 100 Tagen klingt das nicht, sondern danach, als ob ihn – selbstgewählt – sein Ort unablässig auf Trab hält. jpw

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