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Pastor mit Posaune

Pfingsbierkonzert Pastor mit Posaune

Jeden Tag ein anderer Posaunenchor – Tom Beese hat sich einiges vorgenommen. Der Pastor aus Kiel-Gaarden sitzt beim Gottesdienst im Pfingstbierzelt in der letzten Reihe des Ensembles Sachsenhagenburg.

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 Pastor Beese (in Blau) verstärkt vorübergehend den Posaunenchor Sachsenhagenburg.

Quelle: jpw

Auhagen. „Seit dem 1. April bin ich unterwegs“, erzählt er später. „Pfingsten ist Halbzeit.“ Mit seinem Wohnmobil hat Beese bisher knapp 3000 Kilometer absolviert, um irgendwo in Deutschland bei einem Posaunenchor dabei zu sein.

 Vor mehr als 50 Jahren hat Beese durch das Erlernen eines Blechblasinstrumentes und den Eintritt in den Posaunenchor in Hamburg-Bramfeld zur Kirche gefunden. Das Instrument ist sein Hobby geblieben. Diesem geht er nun während einer dreimonatigen Auszeit nach und schnuppert in ganz Deutschland zum Teil höchst unterschiedliche Atmosphären.

 „Ich bin überall willkommen“, freut Beese sich. Allerdings muss er meist vom Blatt spielen: „Die Noten kenne oft ich nicht.“ Pfingsten bildet da eine Ausnahme auf seiner Tour. Den Sachsenhäger Pastor Ekkehard von Kleist hat Beese während eines Seminars in München kennengelernt.

 Weniger vertraut als die Noten ist dem Pastor aus der Nordkirche die Schaumburg-Lippische Liturgie. Doch für ihn zählt gegenwärtig seine Posaune. Als er in Holstein gebeten wurde, einen Gottesdienst zu halten, musste er sich Talar, weißes Hemd, schwarze Hose und schwarze Schuhe leihen: „Ich habe nichts dabei.“

 Durchaus dabei hat er die Ausdrucke von 90 Posaunenchorseiten aus dem Internet. Beese recherchiert auch während der Tour, seine Route steht nicht in allen Einzelheiten fest. Von Vienenburg am Harz kommend wird er von Auhagen aus nach Bielefeld in Richtung Rheinland und dann über Moers nach Köln und Bonn weiterreisen.

 Kopfzerbrechen macht Beese die Servicequalität von kirchlichen Internetangeboten: Oft fehlten Übungszeiten und Ansprechpartner von Posaunenchören, die Posaunenmission der Hannoverschen Landeskirche in Hildesheim verweigerte ihm überhaupt die Herausgabe von Daten. Und manchmal, so beschleicht ihn bei einem Blick auf eine Internetseite das Gefühl, „wollen die wohl nicht, dass man da mitspielt“.

Wenn Beese am 30. Juni mit der Erfahrung von mehr als 90 bundesdeutschen Posaunenchören nach Kiel zurückkommt, geht die Reise gleich weiter. „Dann mache ich erst mal mit meiner Frau Urlaub.“ Die Posaune kommt ebenso mit wie die Gitarre der Gemahlin. „Da, wo wir sind, spielen wir auch mit.“  jpw

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