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Auhagen Schlägerei mit Videobeweis
Schaumburg Seeprovinz Auhagen Schlägerei mit Videobeweis
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00:16 12.06.2017
Quelle: dpa
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Auhagen/Stadthagen

Der Streit um ein Mädchen ist zwischen zwei Brüderpaaren soweit eskaliert, dass es vor einem Jahr zum handfesten Showdown an einer Auhäger Tankstelle gekommen ist. Zum Strafprozess vor dem Stadthäger Amtsgericht fanden sich aber nur die beiden 17 und 20 Jahre alten Angeklagten aus Lindhorst ein.

Weil einer der Geschädigten aus Auhagen die Freundin des jüngeren Beschuldigten „angemacht“ haben soll, kam es zum Zwist. Über wechselnde Sprachnachrichten mit wüsten Beschimpfungen gegen die Mutter schaukelten sich die Streithähne hoch und wollten den Fall schließlich von Angesicht zu Angesicht klären. Zu dem Treffen in Auhagen sei der ältere Bruder nach eigener Aussage nur mitgekommen, um eine Eskalation zu vermeiden – für Amtsrichter Kai Oliver Stumpe von vornherein keine glaubwürdige Darstellung: „Ihr habt euch dort zum Prügeln verabredet“, konfrontierte der Richter die Angeklagten.

Hochauflösende Überwachungsvideos aus vier Blickwinkeln der Tankstelle demonstrierte der Amtsrichter in der Verhandlung als eindeutiges Beweismaterial und forderte auch die Eltern der Täter dazu auf, einen Blick darauf zu werfen. Diese zogen es aber vor, den Saal vorher zu verlassen, nachdem sie mit ihren Söhnen einige Worte gewechselt hatten. Die Bilder zeigen, wie sich bei dem Aufeinandertreffen einer der Auhäger seiner Jacke und Sonnenbrille entledigt und sofort darauf von dem älteren Lindhorster ins Gesicht geschlagen wird. Er geht zu Boden und der Kampf zwischen den Vieren entbrennt. Aus einem nahegelegenen Haus kommen kurz darauf drei weitere junge Männer den Auhägern zur Hilfe und die Lindhorster stecken heftige Schläge ein.

Drei Angreifer schlagen älteren Bruder zu Boden

Was die Kamera nicht zeigt, ist wie der ältere Bruder von den Schlägen dreier Angreifer zu Boden gegangen sein soll, was aber die Angestellte der Tankstelle in ihrer Aussage bestätigte. Wieder im Blickwinkel ist der Rückzug der Lindhorster in ihrem Audi, bei dem der Vater der Auhäger noch einmal gegen die Seite des Autos tritt. Gesichtsverletzungen, wie eine aufgeplatzte Lippe und ein abgebrochener Zahn auf beiden Seiten waren das Ergebnis der Prügelei. Dass sie sich auf der Anklagebank wiederfanden, während ihre Widersacher nur als Zeugen geladen waren, sorgte bei den Brüdern für Unverständnis. Immer wieder betonte besonders der Ältere die Brutalität der Gegenseite. Überhaupt sei der ganze Konflikt mittlerweile von allen Beteiligten beigelegt worden.

Auch von der Gegenseite schien keiner die Verhandlung für nötig gehalten zu haben – drei Aufrufe für Zeugenaussagen verhallten während des Prozesses ungehört im leeren Gerichtsflur. Ein Ordnungsgeld von jeweils 150 Euro handelten sich die geladenen Zeugen damit ein. Die Jugendgerichtshilfe rekapitulierte die Delikte der polizeibekannten Brüder: Sachbeschädigung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Ladendiebstahl.

Letztlich sah der Amtsrichter den Fall ähnlich gelagert wie die Staatsanwaltschaft. „Die aggressive Grundstimmung“ sei bei allen klar auf eine Schlägerei ausgerichtet gewesen, aus Notwehr habe keiner der Brüder gehandelt. Nach Jugendstrafrecht verurteilt müssen nun beide in einem Wochenendarrest in Nienburg „gesiebte Luft“ schnuppern, der Ältere zudem 250 Euro an die Opferhilfe zahlen und der Jüngere 35 Sozialstunden leisten. geb

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