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Unmut über hohe Kanten

Sanierung Auf dem Rähden Unmut über hohe Kanten

Die Ortsdurchfahrt Auf dem Rähden in Auhagen ist saniert. Aber nicht alle Anlieger sind glücklich mit der Bauausführung. Der Zugang zu manchen Häusern ist nicht mehr barrierefrei. Der neue Bürgersteig bildet eine 17 bis 20 Zentimeter tiefe Stufe zu den Grundstücken.

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Marina Graf kommt nur über einen Absatz zur Haustür, die jetzt unterhalb des Bürgersteiges liegt.

Quelle: sk

Auhagen. Auf 800 Metern zieht sich eine schicke ebene Landesstraße samt Bürgersteigen und Radweg durch den Ort. Völlig eben sei vor der Straßensanierung der Übergang von Bürgersteig zum Grundstück gewesen, versichert Marina Graf, die mit Ehemann Olaf die Nummer 36 bewohnt, eine ehemalige Hofstelle, Baujahr 1867. Vor dem ganzen Haus zieht sich nun die hohe Kante entlang. „Wie sollen dies Rollstuhlfahrer bewältigen“, monierte Olaf Graf jüngst in der Einwohnerfragestunde des Auhäger Rates. Der Handwerker führt an der Straße ein kleines Metallbau-Unternehmen.

Die im Gegensatz zu früher hohe Bürgersteigkante zu den Grundstücken sei notwendig, um ein Gefälle des nun auch breiteren Fußwegs zur Straße hin zu erzeugen, – „damit das Regenwasser Richtung Straße und nicht auf das Grundstück läuft“, erklärte Bürgermeister Kurt Blume. So eine Hochbordanlage ist laut Blume an Landesstraßen vorgeschrieben. Diese Regelung sei im Zustand vor der Straßensanierung nicht eingehalten gewesen, führte der Bürgermeister im Gespräch mit den SN an. Die jetzt hergestellte Situation sei die korrekte. Wer diese vor seinem Grundstück nicht haben wollte, hätte mit der Gemeinde eine Vereinbarung treffen müssen, dass er, der Grundstückseigentümer, sich um den Ablauf des Wassers auf seinem Grundstück kümmere.

Anwohner sind für Angleichung des Höhenunterschiedes verantwortlich

Für die Anlage der Bürgersteige zeichnet die Gemeinde verantwortlich, für den Bau des Straßenkörpers die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Deren Geschäftsleiter im Bereich Hameln, Markus Brockmann, wehrt den Argwohn mancher Anlieger ab, die gesamte Straße sei durch die Sanierung höher gekommen und dadurch auch der Bürgersteig nun höher gelagert. Das Niveau der Straße sei gleich geblieben, so Brockmann.

Für den Höhenangleich von Bürgersteig und Grundstück sein nun jeder Anwohner selbst verantwortlich, erklärte Blume. Für das Ehepaar Graf ist das nicht ganz einfach. Der Eingang zu ihrem 150 Jahre alten Haus liegt nun bis zu 20 Zentimeter unter dem Bürgersteigniveau. Die Situation erinnert an den Bahnhof in Bad Bentheim, wo ein um 76 Zentimeter höher gelegter Bahnsteig bislang die Türen zum Bahnhofsgebäude vermauert.

Eine Lösung für ihre Eingangstür hat bereits das Auhäger Ehepaar gegenüber gefunden, dass ebenfalls von der hohen Bürgersteigkante betroffen ist: Ein Lattensteg führt von der Haustür zum Bürgersteig.
Sigrid Kruppa weißt in der Tür stehend außerdem auf die Mauer hin, die ihr Grundstück vom Bürgersteig trennt. Nur noch etwa zehn Zentimeter der etwa 40 Zentimeter hohen Mauer ragen über die Fußwegkante. Kruppas Ehemann Ralf Tepfer zur Art und Weise des Bürgersteigbaus: „Das ist kompromisslos durchgezogen worden.“ sk

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