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109 Feuerwehrleute fehlen

Schwere Zeiten für Wehren in der Samtgemeinde Sachsenhagen 109 Feuerwehrleute fehlen

Ein wichtiges Projekt für die Samtgemeinde Sachsenhagen ist am Donnerstag Thema bei der Sitzung des Feuerwehrauschusses im Hagenburger Feuerwehrgerätehaus gewesen. Im Hinblick auf die Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplanes für das laufende Jahr beschloss das Gremium die Einrichtung eines Arbeitskreises.

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Die Feuerwehr Sachsenhagen ist in materieller Hinsicht gut ausgerüstet. Das lässt sich nicht von allen Feuerwehren in der Samtgemeinde Sachsenhagen behaupten.

Quelle: ano

HAGENBURG. Die Gruppe „Brandschutzbedarfsplanung“ hat die Aufgabenstellung, die Anregungen, die Mark Steinvoord, Bachelor of Engineering bei der Hamburger Firma BBS, bei der Zusammenkunft vorstellte, zu bewerten, eine Prioritätenliste aufzustellen und Empfehlungen für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zur Optimierung des Brandschutzes in der Samtgemeinde vorzulegen. In dem Gremium werden Mitglieder des Feuerwehrausschusses, der Feuerwehr sowie der Verwaltung vertreten sein. Ursprünglich war geplant gewesen, dass lediglich Angehörige der Feuerwehr sowie der Verwaltung eingebunden sein sollten. Die Ausschussmitglieder folgten mit dem Beschluss einem Vorschlag des Wölpinghäuser CDU-Politikers Uwe Brinkmann.

Defizit von 109 Personen

 In seinem rund einstündigen Vortrag hatte Steinvoord den Handlungsbedarf bei den Brandbekämpfern aufgezeigt. Der sei ganz erheblich, sagte er und verdeutlichte dies anhand von Zahlen: „In der Samtgemeinde Sachsenhagen gibt es im Moment 160 aktive Feuerwehrleute. Es sollten idealerweise jedoch 269 sein. Das ist ein Defizit von 109 Personen.“

 Doch nicht nur der Mangel an Feuerwehrmitgliedern, von denen viele überdies nur eingeschränkt verfügbar sind, bereitet Anlass zur Sorge. In seiner Untersuchung hatte Steinvoord festgestellt, dass knapp 90 Personen Arbeitsplätze außerhalb des Landkreises besäßen, lange Wege zu Einsätzen in der Samtgemeinde zurücklegen müssten. Überdies gebe es 40 Menschen, die bei Ernstfällen mit erheblichen Freistellungsproblemen beim Arbeitgeber zu kämpfen hätten.

 Und Probleme gebe es nicht nur bezüglich der verfügbaren Kräfte, sondern auch bei Fahrzeugen und Material. Die Ausrüstung sei in vielen Fällen nicht auf dem neuesten Stand: „Ein Großteil wurde zu Zeiten angeschafft, als es noch andere Anforderungen gab.“ Investitionen sind in diesem Bereich allerdings schon getätigt worden, so wurde für die Freiwillige Feuerwehr Hagenburg-Altenhagen etwa ein TLF (Tanklöschfahrzeug) gekauft. Kostenpunkt laut Sönke Krieb, Verwaltungsangestellter bei der Samtgemeinde Sachsenhagen und für Feuerwehrangelegenheiten zuständig: rund 250.000 Euro mit aufsteigender Tendenz. Weitere Investitionen werden notwendig sein.

Situation sehr unterschiedlich

 Die Situation der einzelnen Ortsfeuerwehren gestalte sich aber sehr unterschiedlich, betonte Steinvoord, der zu diesem Aspekt eine Bewertungstabelle vorstellte: „Hagenburg und Sachsenhagen stehen im Hinblick auf ihre Ausstattung gut da. Die Situation an den anderen Standorten in der Samtgemeinde ist aber mangelhaft.“

 Mit der Vorstellung des Bedarfsplanes ist ein weiterer Schritt auf einem Weg zurückgelegt worden, der vor über vier Jahren seinen Anfang genommen habe, erläuterte Krieb: „Am 11. April 2013 wurde der grundsätzliche Beschluss gefasst, ein solches Konzept erarbeiten zu lassen. Im Oktober 2014 fiel die Wahl unter mehreren Bewerbern auf BBS.“ Die Kosten für deren Arbeit lägen im niedrigen fünfstelligen Bereich.  ano

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