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5000 Kilometer Rad und Tennis

Hagenburg 5000 Kilometer Rad und Tennis

Er sieht beim Tennis so aus, als hätte er die linke Hand in der Hosentasche: Das liegt wohl daran, dass Karl-Heinz „Kalle“ Steck sich das Spiel mit Schläger und Ball selbst beigebracht hat, vor knapp 40 Jahren.

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Hand in der Hosentasche? „Kalle“ Steck schlägt auch mit 81 Jahren eine sichere Vorhand.

Quelle: jpw

Hagenburg. Damals hörte er mit Mitte 40 mit dem aktiven Fußballspiel im Turn- und Sportverein (TSV) Hagenburg auf. Doch vom Ballspielen konnte und wollte er aus gesundheitlichen Gründen nicht lassen.

Heute geht der mit Abstand älteste, aktive Ballsportler des Vereins auf seinen 82. Geburtstag zu – und steht immer noch regelmäßig auf dem Platz hinter der Grundschule. Und wenn sich, wie jetzt, die Außensaison dem Ende zuneigt, geht es in der Halle weiter. Die Faszination lässt ihn bis heute nicht los.

Offiziell nie mit Funktionen ausgestattet, arbeitete er unermüdlich für die Sparte, nahm für den Platzbau sogar Urlaub und die erste Hütte an der Tennisanlage trug als Dank für seine vielen Arbeitsstunden sogar seinen Namen, sein Verein, kürte ihn auch schon zum „Sportler des Jahres“. Anstrengende Einzel- oder Punktspiele absolviert Steck nicht mehr, aber im Doppel besticht er oft durch Ballgefühl und das „Auge“.

Seine frühere Mannschaft lässt er nicht im Stich, begleitet sie zu Auswärtsspielen, zum Beispiel nach Haste – mit dem Fahrrad, seinem zweiten, großen Hobby. Seit 15 Jahren ist er gemeinsam mit seiner Frau Renate regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs. „Wir haben uns langsam gesteigert“, verrät seine Frau. Was das heißt? 5000 Kilometer pro Jahr, viele davon von Hagenburg aus, gemeinsam mit den Radfahrfreunden Stadthagen. Vor einigen Jahren haben sie sich E-Bikes angeschafft, und fuhren fast alle Flüsse in Deutschland ab. Wo es im nächsten Jahr hingeht, das wissen Renate und Karl-Heinz Steck noch nicht. „Uns gehen langsam die Flüsse aus“, sagt Renate schmunzelnd.

Zu ihren Touren reisen die rüstigen Rentner immer mit dem Zug an, sie trauen sich immer noch, trotz der schweren E-Bikes. Hilfe bekämen sie immer unterwegs. Trotz der Freude, die Karl-Heinz Steck auch am Fahrradfahren hat, macht er doch deutlich, wo im Zweifel seine Prioritäten liegen. Auf die Frage, ob ihn das viele Radfahren für den Tennissport fit halte, wiegt er den Kopf und sagt: „Wenn ich etwas weniger fahren würde, könnte ich mehr Tennis spielen.“ jpw

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