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Hagenburg Ausdehnen oder verdichten?
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Ausdehnen oder verdichten?
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20:10 07.12.2012
Nur noch elf Lücken: Das Neubaugebiet am Sonnenblumenweg ist inzwischen gut gefüllt. Quelle: jpw
Hagenburg (jpw)

Diese wurden deutlich, als Gemeindedirektor Jörn Wedemeier die Kommunalpolitiker während der Haushaltsberatungen darauf aufmerksam machte, dass in nächster Zeit das Bauland in Hagenburg knapp werden könnte. Deshalb wollte er, „um handlungsfähig zu bleiben“, zumindest die Planungskosten für ein neues Neubaugebiet in den Etat des nächsten Jahres eingestellt sehen.

 Genau elf Bauplätze hat die Gemeinde noch im Neubaugebiet am Sonnenblumenweg zu veräußern. Vor fünf Jahren begann der Verkauf dort in dem Gebiet – anschließend am damals gerade fertiggestellten Kornblumenweg.

 Mit 42 Bauplätzen im Jahr 2007 ist begonnen worden. 31 sind seither verkauft – im Schnitt mehr als sechs Grundstücke pro Jahr.

 Da sich die Baukonjunktur aber selten an Durchschnittswerte hält, weist Wedemeier darauf hin, dass speziell in diesem Jahr viele Grundstücke verkauft worden seien. Geht die Entwicklung annähernd so weiter, reicht der Vorrat eben nicht mehr lange.

 Noch ist keine Entscheidung darüber gefallen, wo möglicherweise neue Häuser entstehen sollen. Denkbar (und vor Jahren schon überlegt) wäre, östlich vom Sonnenblumenweg ein weiteres Stück zu erschließen.

 Diesen Bereich eventuell sukzessiv bis zum Sandbrink auszudehnen, das hatten vor rund 20 Jahren frühere Gemeindeverantwortliche schon für die städtebauliche Entwicklung erwogen. Allerdings fiel im Rat der Beschluss, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um Hagenburg über die 5000-Einwohner-Grenze wachsen zu lassen. Als Resultat daraus ist das Baugebiet an der Schierstraße entstanden.

 Der Ort Hagenburg ist heute von 5000 Einwohnern trotzdem noch weit entfernt. Nach den Baugebieten an der Bergmannstraße und eben Sonnenblumen- und Kornblumenweg will die Gemeinde Bauwilligen weiterhin die Chance geben, ihr Haus im Flecken zu bauen.

 Kritik daran, weiter im „Außenbereich“ Baugebiete zu erschließen, meldete Christa Kreft (Wählergemeinschaft) an, die auf den Bereich um die Lange Straße hinwies, der „verdichtet“ werden sollte.

 Man könnte, schlug Wedemeier daraufhin vor, „ja auch beides tun“, an der Langen Straße verdichten und neues Bauland ausweisen. Die Diskussionen darüber werden vermutlich im nächsten Jahr beginnen.