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Der „wilde Bruder“ ist wieder da

Bärlauch sprießt in Hagenburg Der „wilde Bruder“ ist wieder da

Um ihn ist es stiller geworden, der große Bärlauch-Hype ist ein wenig abgeklungen. Doch trotzdem zählt das geschätzte Wildgemüse immer noch zu den beliebten Frühjahrsgewächsen.

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Der Bärlauch-Fan bevorzugt die jungen Blätter vor der Blüte

Quelle: jpw

Hagenburg. Auch an einem der ausgedehntesten Standorte Schaumburgs, am Adgeberg zwischen Hagenburg und Düdinghausen, sprießt er wieder üppig und ist für Liebhaber immer noch eine begehrte Delikatesse.

 Obwohl die Pflanze, gut abgewaschen, komplett essbar ist, schwören Kenner auf die frischen, jungen Blätter vor der Blüte. Das Sammeln für den Eigenbedarf ist ausdrücklich erlaubt. Trotz des typischen Geruches, der beim Reiben der Blätter entsteht, besteht Verwechselungsgefahr vor allem mit dem giftigen Maiglöckchen oder den jetzt austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder auch mit einem jungen Aronstab. Wer selbst sammeln will, sollte sich deshalb vorher fachkundige Beratung suchen oder sich gleich auf den Wochenmarkt beschränken.

 Blüht das mit Schnittlauch, Zwiebeln und Knoblauch verwandte Gewächs mit dem wissenschaftlichen Namen Allium ursuinum, sind die Vorkommen oft schon von Weitem am Knoblauchduft zu identifizieren. Bärlauch gilt auch als der „wilde Bruder“ des Knoblauchs.

 Gourmets schätzen die Pflanze und nutzen sie in vielerlei Hinsicht. Sehr bekannt ist als eine Variante das Bärlauch-Pesto, das den intensiven Geschmack des Frühjahrs ein wenig bis in den Sommer hinein konservieren kann.

 Aber auch in der Naturheilkunde werden dem Kraut, das in Schaumburgs Wäldern wächst, vielerlei Wirkungen zugeschrieben.  jpw

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