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Hagenburg Baumbestattung als Antwort auf Waldbestattung
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Baumbestattung als Antwort auf Waldbestattung
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17:10 15.03.2012
Kostengünstige Bestattung unter dem Baum: Axel Sandrock zeigt den Mustergrabstein.  Quelle: jpw
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 „Mit dieser Bestattungsform können Begräbnisse angeboten werden, deren Kosten dem Vergleich mit einer Waldbestattung stand halten“ argumentiert Pastor Axel Sandrock. Gemeinsam mit seinem Kirchenvorstand ist der Geistliche der Meinung, dass bei der Tendenz zu Waldbestattungen die Kostenfrage „ein Argument von erheblichem Gewicht“ sei.

Hagenburg (jpw). Ein anderes Argument sei eine schlichte, pflegeleichte Grabstätte zu haben, sagt Sandrock: „Das wird auch zunehmen, weil die Generationen räumlich weiter voneinander entfernt sind.“

Im Vergleich zu einem Waldfriedhof sei die Kirchengemeinde nicht der Kostentreiber. Grabstein und Grabumrandung erhöhten die Kosten erheblich.

Der Kirchenvorstand habe Steingröße und Aufschrift festgelegt und Steine in einer Menge angeschafft, dass mit den Waldfriedhöfen bei den Kosten der Bestattung mitgehalten werden könne.

15 Plätze stehen seit einem Dreivierteljahr zur Verfügung rund um einen Baum angeordnet. Die Nachfrage ist rege, die Hälfte ist bereits belegt: „Wenn die erste Reihe voll ist, werden wir vielleicht noch eine zweite anlegen“, sagt der Pastor. Das sei noch nicht entschieden.

Nach Sandrocks Einschätzung werden beide möglichen Reihen innerhalb von zwei bis zweieinhalb Jahren belegt sein.

Für die Angehörigen ist es auch möglich, Blumen in der Nähe des Steins abzulegen, ein Ring rund um den Baumstamm bietet Gelegenheit dazu.

Sandrocks knappes Fazit: Zu einem günstigen Preis, der trotzdem den Erfordernissen des Friedhofs entspreche, könnten diese Bestattungen angeboten werden. „An der Nachfrage sehen wir, die Idee war richtig.“

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