Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
„Das soll da unten naturbelassen bleiben“

Hagenburg / Baupläne am Kanal „Das soll da unten naturbelassen bleiben“

Erleichterung hat offenbar der Verzicht des Hauptpächters des Steinhuder Meeres auf seine Baupläne am Hagenburger Kanal auch im Rat der Gemeinde Hagenburg ausgelöst.

Voriger Artikel
Gemeinde schaltet sich in Grundstücksfrage ein
Nächster Artikel
T-Shirt mit Naturmotiv für die Gewinner

Das „naturbelassene“ Grundstück hat 2003 komplett unter Wasser gestanden.

Quelle: jpw

Hagenburg (jpw). Dem Vernehmen nach teilte der Landkreis Schaumburg inzwischen der Gemeinde den Rückzug des Fischers bereits schriftlich mit.

Der Fraktionschef der SPD, Friedhelm Vogt, vermutete, dass im Zusammenhang mit der Genehmigung „wohl zu viele Schwierigkeiten hätten überwunden werden müssen“.

Vogt zeigte sich erleichtert darüber, dass sich der privilegierte Fischereibetrieb mit Betriebswohnung nun doch nicht im Landschaftsschutzgebiet direkt am Hagenburger Kanal ansiedelt. Er erinnerte sich „nur zu gut“ noch an die Zeit, als vor rund 14 Jahren dem Rat die Pläne vorgestellt worden seien.

Zunächst sollte es angeblich nur ein Bootsschuppen sein, sagte Vogt. Die Ausmaße des Betriebes seien „immer größer“ geworden. „Nachher war es fast ein Hotel“, meint der SPD-Mann.

Er persönlich hätte nichts gegen die Verarbeitung des Fisches an dieser Stelle gehabt, aber gegen die Vermarktung. Trotzdem hatte auch die damalige SPD-Fraktion dem erforderlichen „gemeindlichen Einvernehmen“ zugestimmt. Einige inzwischen verstorbene Ratsherrn bezeichneten dieses später als den „größten Fehler ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit“.

„Das da unten soll naturbelassen bleiben“, meint Friedhelm Vogt jetzt. Zusätzliche Touristenströme wolle man lieber innerorts haben.

Bei der CDU ist die Stimmung innerhalb der vergangenen Jahre offenbar gekippt. Zunächst bestand kein Zweifel an dem Vorhaben. Der frühere Ratsherr und heutige Ehrenbürger Heinrich Tieste forderte damals sogar, den Fischer „mit einem Ständchen beim Schützenfest in Hagenburg zu begrüßen“.

Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU) gehörte vor 14 Jahren bereits dem Rat an. Inzwischen hat auch er jüngst im Gespräch eingeräumt, „damals einen Fehler gemacht“ zu haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg