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Einfach stehen gelassen

Hagenburg / Biomüll Einfach stehen gelassen

Der Ärger ist bei Renate und Karl-Heinz Tute aus Hagenburg noch nicht verraucht: Seit dem vergangenen Sonntagabend steht ihre grüne Biotonne vor dem Grundstück auf der Straße Feldend – voll, und nicht abgeholt.

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Verärgert schauen Karl-Heinz und Renate Tute in ihre randvolle Biotonne: Abgeholt wird der Gartenabfall erst eine Woche später als vorgesehen. 

Quelle: jpw

Planmäßig hätte der Inhalt der Tonne am Montagmorgen im Wagen des Entsorgungsunternehmens Tönsmeier landen müssen, das für die landkreiseigene Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg die Entsorgung übernommen hat. Doch nicht nur die Tonne der Tutes blieb stehen, sondern auch die Grüntonnen aller Anwohner des Feldends. „Ich kann das ja verstehen“, sagt Karl-Heinz Tute, „wenn mal eine Tonne vergessen wird, aber gleich eine ganze Straße?“

Nachdem ihre Tonne nicht geleert worden war, wandten sich die Tutes an die AWS, die für die Entsorgungsfirma das entsprechende Beschwerdemanagement übernehmen muss. Sie bekamen von dort den Hinweis, die Tonne draußen stehen zu lassen, es könne sein, dass sie noch geleert werde.

„Das passierte aber auch nicht“, berichtet Renate Tute. Die Verärgerung bei ihr und ihrem Ehemann wuchs: „Warum“, so fragt sich Karl-Heinz Tute, „können die nicht die eingesparte Arbeitszeit mit Überstunden ausgleichen – und einen Wagen schicken.“

Erst am Mittwochmorgen informierte eine Sprecherin der AWS, dass die grüne Tonne in der folgenden Woche am Montag zusammen mit der Restmülltonne geleert werde. Das sei ja „wohl nicht Sinn der Sache“, dass der Biomüll mit dem Restmüll zusammen geleert würde, so Tutes.

„Wir müssen ja auch immer erst der Firma Mitteilungen schreiben“, betont die AWS-Sprecherin auf Nachfrage gegenüber dieser Zeitung. Tute genügt das nicht. Er will sich an die politischen Gremien in der Kreisstadt Stadthagen wenden. Es solle „Druck auf den Entsorger“ ausgeübt werden, damit „so etwas nicht wieder“ passiere.

„Nun sollen wir Säcke bekommen“, sagt Tute – für den zwischendurch anfallenden Abfall. „Aber da müsste ich sicherlich auch wieder irgendwo hinfahren und diese Säcke holen.“

Auch Nachbarn wie Renate und Karl-Heinz Steck zeigten sich nicht gerade begeistert über die Informationspolitik der AWS, bekamen Hinweise nur auf Nachfrage von Nachbarn. „Wir haben die Tonne immer noch draußen stehen.“ Sie sind bisher von der AWS nicht über die Situation informiert worden.

Verärgert schauen Karl-Heinz und Renate Tute in ihre randvolle Biotonne: Abgeholt wird der Gartenabfall erst eine Woche später als vorgesehen.    jpw

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