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Endjer baut nicht am Hagenburger Kanal

Hagenburg / Rückzug Endjer baut nicht am Hagenburger Kanal

Der Emder Fischereibetrieb Endjer, Hauptpächter des Steinhuder Meeres, will offenbar nicht mehr in Hagenburg am Kanal bauen. „Der Antrag auf Verlängerung der Baugenehmigung ist schriftlich zurückgezogen worden“, sagte der Sprecher des Landkreises Schaumburg, Klaus Heimann, auf Anfrage. Damit läuft die Baugenehmigung demnächst aus.

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Schild steht seit vielen Jahren: Die Baugenehmigung für das Projekt soll nun nicht verlängert werden.

Quelle: jpw

Hagenburg. Hagenburg (jpw). Von Anfang an war der Fischereibetrieb im Landschaftsschutzgebiet und unmittelbarer Nachbarschaft zum FFH-Gebiet heftig umstritten. Naturschützer liefen Sturm gegen das priviligierte Vorhaben, das Kreis- und Landtag beschäftigte und für das der Landkreis im Juni 2000 die Baugenehmigung erteilte. Geplant war ein zum Teil zweieinhalbgeschossiges Gebäude von 35,50 Metern Länge, 17 Metern Breite und 7,98 Metern Höhe.

 Ein langer Rechtsstreit zwischen dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Fischereibetrieb ging durch einige Instanzen, bis schließlich das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung bestätigte. Aber auch nach dem abschließenden Urteil blieb das Grundstück am Hagenburger Kanal unbebaut.

 Vor zwei Jahren hatte Reemt Endjer im Zusammenhang mit seiner Klage über den möglichen Abschluss von Kormoranen am Steinhuder Meer vor Gericht beteuert, „seit Jahren Verluste am Steinhuder Meer einzufahren“, aber trotzdem den Pachtvertrag um weitere zwölf Jahre verlängert. Endjer gab damals an, dass sich sein Fang mit rund 16 000 Tonnen Fisch innerhalb einiger Jahre mehr als halbiert habe.

 Im Zusammenhang mit Endjers Antrag, die Baugenehmigung zu verlängern, hatte der Landkreis Schaumburg bereits angekündigt, sich eingehender mit einem stets umstrittenen Punkt, der „Priviligierung des Betriebes“ beschäftigen zu wollen. Um im Außenbereich bauen zu dürfen, muss der Betrieb den weitaus größten Teil seines Fanges aus dem Steinhuder Meer ziehen. Dass dieses möglich ist, hatten Gegner des Vorhabens stets bestritten.

 Der Landkreis hatte sich nach Angaben von Heimann in dieser Frage bereits um Auskunft an die Landwirtschaftskammer gewandt.

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