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Es geht ums Prinzip

Debatte um ein Kabel Es geht ums Prinzip

Um die mögliche Übernahme von 1373 Euro Kosten für die Reparatur eines kaputten Kabels an der Flutlichtanlage auf dem gemeindeeigenen Sportplatz an der Steinhuder-Meer-Straße ist es wohl keinem Ratsmitglied während der jüngsten Ratssitzung gegangen.

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Quelle: SN

Hagenburg. Für einige Politiker stand das Prinzip im Vordergrund sowie die Art und Weise, in der Vorstandsmitglieder des TSV Hagenburg, der die Sportanglagen nutzt, mit der Gemeinde umgegangen waren.

 Zunächst hatte der Verwaltungsausschuss mit Mehrheit entschieden, die Kostenübernahme für den Reißschaden am Kabel für das Flutlicht zu verweigern. Der TSV-Vorstand hatte – ohne die Gemeinde zu informieren – den Schaden als späte Folge des Schwimmbadabrisses dargestellt, einen Elektriker bestellt und die Rechnung später eingereicht. Bereits 1999 hatte es zwischen der Gemeinde und dem Verein Ärger wegen Reparaturkosten am Flutlicht gegeben, eine Nutzungsvereinbarung war die Folge. Wer nun aber den aktuellen Schaden zu reparieren hat, das gibt der „schwammige“ Inhalt der Nutzungsverordnung nach Darstellung von Gemeindedirektor Jörn Wedemeier nicht genau her.

 Der Ärger über die harschen Worte, die im Anschluss an die erste Ablehnung aus dem TSV-Vorstand an Bürgermeister und Gemeindedirektor gerichtet waren, war Heiko Bothe und Dieter Eidtmann (CDU) noch anzumerken. Da aber nicht mit Sicherheit auszuschließen sei, dass es sich bei dem Schaden tatsächlich um eine Folge des von der Gemeinde veranlassten Schwimmbadabrisses handele, soll diese den Schaden übernehmen. Deshalb sei der Beschluss auch in einer zweiten Sitzung des Verwaltungsausschusses gekippt worden.

 Für Detlef Goedeke (SPD) grenzt das Schreiben des Sportvereins dagegen „fast schon an Erpressung“. Sein Fraktionskollege Friedhelm Vogt erinnerte daran, dass nach seiner Auffassung bisherige Nutzungsverträge vonseiten des Sportvereins fast nie eingehalten worden seien.

 Christa Kreft (WGH) wähnte, dass die Chemie zwischen den handelnden Personen in Verein und Gemeinde nicht stimme. Wie bereits Redner zuvor forderte sie die Handelnden auf, sich an einen Tisch zu setzen. Bürgermeister Josef Vorderwülbecke, der das Thema zunächst lieber nicht öffentlich abgehandelt gesehen hätte, mahnte eine Präzisierung der Nutzungsvereinbarung an. Das meinte auch Udo Philipp (SPD), selbst Spartenleiter im Verein, dem TSV müsse aber auch gesagt werden: „Jungs, so läuft das nicht.“

 Deutlich anders sah Peter Rakelbusch (CDU) die Sache: Den größten Verein in Hagenburg, der mit vielen ehrenamtlichen Helfern Jugendarbeit betreibe, dürfe man nicht behindern. jpw

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