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Frühschoppen bei den Hagenburger Schützen

Mit viel Spaß Frühschoppen bei den Hagenburger Schützen

„Na, Herr König, wie war es?“ Diese saloppe, eher unmajestätische Anrede ist am Tag nach dem Hagenburger Schützenfest, beim traditionellen Geldbeutelwachsen durchaus erlaubt. Besonders dann, wenn sie von der Festwirtin Marieluise Macken kommt, und sich an Joachim Schaer richtet, den Schützenkönig des Jahres 2015.

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Der König“ Joachim Schaer (links) und sein Bruder Michael waschen ihr letztes Schützenfest-Geld.

Quelle: jpw

Hagenburg (jpw). Er hat „sein“ Fest sichtbar genossen, sich an den Huldigungen erfreut und sie trotzdem mit der erforderlichen Portion Selbstironie entgegen genommen. „Wir haben Glück gehabt, wir sind immer trocken ins Zelt gekommen“, fasste er die nun endende fünfte Jahreszeit zusammen.
Zur frühen Stunde sitzt eine kleine Schar von Schützenoffizieren am Tresen. Einige trinken Cola, bei anderen reift am Morgen danach die Erkenntnis, dass „Brause ja auch mal wegkommen muss“. Und so steht vor ihnen ein Alster, während Peter, der Trompeter, einer der Musiker des Zentralorchesters, das Bier doch lieber unverdünnt genießt.
„Ach, ist das schön, so ein Frühschoppen“, sagt der Musiker in die etwas verkniffen dreinschauenden Gesichter der Hagenburger hinein, und weil er als pensionierter Bundeswehrmusiker „ohnehin sein eigener Herr“ sei, bleibt er eben noch eine Nacht länger. Während er sich schon auf den Mittagsschlaf nach dem obligatorischen Matjes und Pellkartoffeln des Festwirtes freut, treten einige seiner Musikerkollegen gerade ihre meist weiten Heimreisen an.
Auch Marc Philipp Drewes, der in diesem Jahr die schnelle Eingreiftruppe der Schützen, die Zapfenstreicher, anführte, sitzt etwas ermattet wieder in gepflegtem Zivil am Tisch: „Irgendwann gestern Abend ging es nicht mehr“, räumt er ein. Es ist ihm trotzdem anzusehen, dass ihm der Dauertest der persönlichen Feiergrenzen riesigen Spaß gemacht hat.
Marieluise Macken trägt nebenan das Mittagessen auf den Tisch, da trifft Michael Schaer ein, der unermüdliche Festkonzert-Organisator. Auch sein Geld landet erst im Zuber und dann auf der aufgespannten Wäscheleine. Eine kleine Runde setzt sich an den Tisch.
Und der König? Nein, der Fisch würde ohnehin für seinen Magen Majestätsbeleidigung bedeuten. Er freut sich auf eine Sauna und einige Tage ohne Alkohol. Schließlich stehen am nächsten Wochenende noch die Schützenfeste in Wölpinghausen und Steinhude an.

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