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Hagenburg Hagenburg: Zweiter Tempo-30-Antrag in Vorbereitung
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Hagenburg: Zweiter Tempo-30-Antrag in Vorbereitung
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18:47 09.04.2015
Quelle: Symbolfoto (dpa)

Hagenburg. Einmal ist keinmal – das sagt sich der Rat der Gemeinde Hagenburg und lässt sich von der erfolgten Ablehnung nicht beirren: Sollte die Wählergemeinschaft, wie angekündigt, ihren Antrag auf Tempo 30 zumindest auf der Langen Straße im Verlauf der B 441 noch einmal stellen, würden auch die großen Fraktionen von CDU und SPD mitziehen.

„Ich auf jeden Fall“, sagt Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU), „und ich denke, die Fraktion auch“. Zumal die erste Initiative für Tempo 30 auf der B 441 ohnehin vom CDU-Ratsherrn Heiko Bothe stammte. Die Zustimmung dürfte sicher sein.

Aber auch von der SPD-Fraktion kommt ein „sofort“. Ein solcher Antrag sei wohl gegenwärtig „das Einzige, was wir machen können“, meint der SPD-Fraktionschef Friedhelm Vogt, der, wie auch Horst Häußler von der Wählergemeinschaft, die Chancen auf eine baldige Realisierung der Umgehungsstraße als äußerst gering einschätzt.

Nachdem der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) die neuen Kriterien für die Aufnahme in den „vordringlichen Bedarf“ des fortgeschriebenen Bundesverkehrswegeplanes erläutert hat, stufen viele Hagenburger Kommunalpolitiker die Chance als gesunken ein. Stattdessen reift die Überlegung, welche innerörtlichen Verbesserungsmöglichkeiten es geben könnte.

Dazu gehört, den bereits einmal von den Behörden abgelehnten Antrag auf Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt noch einmal aufzugreifen. „Wir könnten den Antrag bald stellen“, bestätigt Häußler.

Während Ursula Müller-Kratz, zuständige Dezernentin des Landkreises Schaumburg, zusagte, diesen Antrag auch erneut zu prüfen, verwies Uta Weiner-Kohl von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln darauf, dass der Gesetzgeber dafür zu sorgen habe, dass auf Bundesfernstraßen zügig gefahren werden soll.

Tempo 30 bleibe die absolute Ausnahme und werde nur bei besonderen Gefahrenlagen angeordnet. In Hagenburg seien bereits Schallschutzmaßnahmen als freiwillige Leistung des Landes durchgeführt worden. jpw