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Hagenburg Hagenburg hofft auf Bescherung
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Hagenburg hofft auf Bescherung
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00:18 15.10.2017
Die Umkleide des TSV Hagenburg ist in die Jahre gekommen. Zudem ist sie für beeinträchtigte Menschen schwer zugänglich. Quelle: ANO
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Hagenburg

Man habe die entsprechenden Unterlagen fristgerecht bei dem zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser abgegeben, hoffe auf einen positiven Bescheid, sagt Hagenburgs Gemeindedirektor Jörn Wedemeier: „Wir mussten die Kostenkalkulation, die wir für unseren abgelehnten Antrag beim Niedersächsischen Sportbund aufgestellt hatten, nochmals durchrechnen und aktualisieren.“

Darüber hinaus sei es darum gegangen, der Behörde die Nützlichkeit der angedachten Maßnahmen zu zeigen. Hierzu zählten etwa Angaben im Hinblick auf die Frequentierung der Anlage durch Herren- und Jugendteams des TSV. Dabei habe man eng mit dem Verein zusammengearbeitet, sei unter anderem Trainings- und Spielpläne durchgegangen.

Der Gesamtbetrag sei, unter anderem wegen gewachsener Baukosten, deren Anstieg der Gemeindedirektor auf etwa vier Prozent pro Jahr beziffert, nun etwas höher als die ursprünglich eingeplanten rund 400000 Euro, aber immer noch „absolut im Rahmen.“ Eine Sanierung der Umkleiden, die etwa 600000 Euro gekostet hätte, sei keine Alternative gewesen.

Jörn Wedemeier: Kalkulation noch mal durchgerechnet

Mit einer Entscheidung, ob der TSV die Gelder erhält, sei frühestens gegen Weihnachten, eventuell auch erst gegen Ostern zu rechnen. Im Gegensatz zu dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, mit dem die Erneuerung des Hagenburger Ortskerns gefördert werden soll, gibt es hier noch keine Erfahrungswerte. Die Töpfe seien jedoch gut gefüllt, die Chancen daher hoch. In das ZILE-Programm fließen unter anderem EU-Mittel. Gefördert werden können dabei vielfältige Einrichtungen, etwa Sportplätze und Dorfläden. Ein zentrales Ziel ist es, den ländlichen Raum zu entwickeln.

Im Rahmen des Neubaus sollen vier Umkleiden auf der Fläche in Richtung der angrenzenden Schule errichtet werden. Die Umkleiden sollen dabei nach Geschlechtern getrennt sein, es soll einen Raum extra für Schiedsrichter geben. Zudem soll mit einem Neubau eine Barrierefreiheit, die bei dem Bau der aktuell auf Kellerhöhe gelegenen Räume keine Rolle spielte, einhergehen.

Da Hagenburg zu den Kommunen gehört, deren Steuereinnahmen mehr als 15 Prozent unter dem niedersächsischen Durchschnitt liegen, kann man im Flecken auf eine Förderung von bis zu 73 Prozent der Gesamtkosten hoffen. Zu den 63 Prozent aus ZILE könnten bei diesem Szenario nochmal zehn Prozent aus dem LEADER-Programm kommen.

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