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Hagenburg Hallenbad-Diskussion nimmt an Schärfe zu
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Hallenbad-Diskussion nimmt an Schärfe zu
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06:17 28.04.2012
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Hagenburg (jpw). Nicht nur, dass SPD-Fraktionssprecher Friedhelm Vogt deutlich gemacht hatte, nicht mehr von dem „Nein“ zu einer Sanierung abrücken zu wollen. Der ehemalige Bürgermeister und jetzige SPD-Vorsitzende Wolfgang Poßin stellte Bilder einer Ortsbesichtigung „aus der Grotte des Seepferdchenbades Hagenburg“ ins Internet. „Zerfressener Beton, verrotteter Stahl, Stalaktiten und Stalagmiten, man fragt sich unwillkürlich, was ist hier noch sanierungsfähig“, meinte Possin, dem das Seepferdchenbad lange Jahre eine Herzensangelegenheit gewesen ist. Er versah für die DLRG viele Sonntagsdienste als Schwimmbad-Aufsicht. „Durch Feuchtigkeit verklumpte Deckenisolation mit Schäden, blinde Fenster, verrostete Heizkörper und Türen, aufgeplatzte Fliesen im Schwimmbeckenboden, abgängiger Beton“. beschrieb Possin seine Eindrücke.

Dass das Schwimmbad sanierungsfähig sei, hatte der Bauausschussvorsitzende Dieter Eidtmann (CDU) während der Ratssitzung immer wieder betont („So marode sieht es gar nicht aus“) und sich dabei auf eine Aussage in einem fünf Jahre alten Gutachten bezogen.
Aber auch die Hagenburger CDU-Fraktion, die bereits wegen „überraschend hoher Zahlen“ von der großen Lösung abgerückt ist, gerät offenbar immer mehr unter Druck. Zwar gibt es einen Parteibeschluss – die Mitglieder hatten, ohne die genauen Zahlen zu kennen, für eine Sanierung des Bades gestimmt. Aber nicht nur der frühere Fraktionssprecher Peter Rakelbusch hat deutlich gemacht, dass er eine Sanierung des Bades wohl nicht mehr mittragen wird und dies vorrangig mit fehlendem Engagement für das Bad begründet.

Auch aus der Samtgemeinde-CDU kommt Gegenwind. Der Pressesprecher der Samtgemeinde-CDU und Baufachmann Uwe Brinkmann hatte sich in einer von CDU-Samtgemeindefraktionsgeschäftsführer Mike Schmidt auf dessen Seite „Samtgemeinde Sachsenhgagen aktuell“ initiierten Facebook-Umfrage dezidiert gegen eine Sanierung ausgesprochen und – wenn überhaupt – die Möglichkeit eines Neubaues ins Spiel gebracht. Dieser Eintrag wurde schnell wieder gelöscht. Brinkmann ersetzte dieses später durch die Formulierung: Es gebe „wesentlich intelligentere Lösungen“ als eine Sanierung.

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