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Insel wird für brütende Gans zum Alcatraz

Zaun weg? Insel wird für brütende Gans zum Alcatraz

„Mir geht es nur um die Gänsebabys.“ Stephanie Hasselbring kämpft dafür, den Zaun von der größeren der beiden Inseln im Försterteich zu entfernen, denn dort brütet eine Graugans.

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Den Zaun auf der Insel im Försterteich möchte Stephanie Hasselbring am liebsten sofort entfernt sehen. Er hindert die Gans daran, ins Wasser zu gehen. Erst wenn die Jungen da sind, soll das Drahtgeflecht abgebaut werden, sagt der Bürgermeister.

Quelle: jpw

Hagenburg (jpw). Dass auf der Insel überhaupt Gänse brüten, spaltet die Anwohner rund um den Teich in zwei Lager. Vor zwei Jahren hatte es auch aus Sicht der Gemeinde Hagenburg eine regelrechte Graugans-Plage rund um den Teich und in der Grünanlage gegeben: „Wir haben damals bis zu 38 Tiere gezählt“, berichtet Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU).

 Da Gänse im Gegensatz zu Enten eher nicht ins Wasser, sondern an Land koten, seien die Wege und die Rasenflächen rund um den Teich in einem schlechten Zustand gewesen. Der Bürgermeister erinnert sich: „Beschwerden, speziell von Fußgängern und Müttern mit Kinderwagen haben sich gehäuft.“ Einer von mehreren Anwohnern, die sich aus eigenem Antrieb um die Sauberkeit am Teich kümmern, habe den Gänsen schließlich die Eier weggenommen. „Er wollte sie vernichten“, sagt Mario Franke, ein weiterer Anwohner. „Ich habe sie gleich in die Wildtier- und Artenschutzstation gebracht.“ Fast alle Eier seien dort ausgebrütet worden. Gegen den Anwohner wurde Anzeige erstattet. Um weitere Auseinandersetzungen rund um den Teich zu vermeiden, hat sich die Gemeinde zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde eine Vergrämungsstrategie ausgedacht, zu der unter anderem ein Zaun rund um die Insel gehörte. Diese Strategie hatte offenbar weitgehenden Erfolg – nur eine Gans ist zum Brüten wiedergekommen.

 Hasselbring unterstreicht, dass sie es toll findet, dass Anwohner sich um die Sauberkeit am Teich kümmern. Nur mit der eingesperrten Gans hat sie ein Problem. „Mir geht es um die kleinen Gänse, die demnächst nicht zum Wasser können.“ Und: Das Nest und einige Eier seien schon wieder zerstört worden. Die Gans habe sich die Federn ausrupfen müssen, um ein neues Nest zu bauen. Die Erklärung des Bürgermeisters, dass die Zerstörung das Werk von Krähen gewesen sei, nimmt sie mit Skepsis entgegen.

 Vorderwülbecke berichtet, dass der Zaun sofort abgebaut würde, wenn Junge geschlüpft seien. Und auf kritische Nachfrage der Anwohnerin fügt er hinzu: „Das ist mit dem Landkreis so vereinbart.“ Er persönlich wolle auch, dass der Zaun dort wegkomme, aber man müsse das Ende der Brutzeit abwarten, um nicht möglicherweise noch mehr Gänse anzuziehen.

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