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Ist Hagenburg ein Sanierungsfall?

Bauausschuss Ist Hagenburg ein Sanierungsfall?

Neben dem derzeit wohl wichtigsten Thema in Hagenburg, dem viel diskutierten Bau des Bürgerhauses, hat noch eine weitere Problematik die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses bei der jüngsten Sitzung bewegt. Ist die Gemeinde ein Sanierungsfall?

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Hagenburg. Wenn man den Ausführungen von Stadt- und Regionalentwickler Torben Pöplow folgt, dann könnte man diesen Eindruck gewinnen.

Der Projektleiter der anstehenden Sanierung: „Im Ort gibt es zahlreiche Leerstände sowie minder- oder fehlgenutzte Gebäude, unter anderem auf der Langen Straße bis zur Kirche. Der Stadtentwickler: „Die Sanierung der Leerstände würde acht bis zehn Jahre andauern.“

Funktion des Ortskerns gefährdet

Eine von der Gemeinde aufgestellte Maßnahmenliste umfasst eine Reihe von Aspekten. Dazu zählen Substanzmängel an einer erheblichen Zahl von Gebäuden, eine ungenügende Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume (Straßen, Wege, Plätze) sowie die stockende Binnenentwicklung durch bestehende oder ehemals gewerblich genutzte Gebäude. Von diesen Beurteilungsgrundlagen ausgehend, sei festzustellen, dass der Hagenburger Ortskern in seiner grundlegenden Funktion gefährdet ist, heißt es in einer Verwaltungsvorlage. Der Ortskern sei sanierungsbedürftig.

Dass der Flecken, sollte man es wünschen, in den Anspruch der Förderungsmaßnahmen, etwa durch das Projekt „Soziale Stadt“ kommt, hält Pöplow für durchaus wahrscheinlich: „In den vergangenen Jahren wurden nahezu alle Erneuerungsmaßnahmen dieser Art durchgebracht.“

78 Dezibel Lärm durch Schwerlast

Beschleunigt werde der Verfall durch die hohe Verkehrslast, die Hagenburg zu schultern habe. Besonders gravierend sei hierbei der hohe Schwerlastanteil, der die engen Straßen durchläuft. Der Fachmann äußert: „Da werden teils Werte von 78 Dezibel erreicht. Eine Zahl, die sonst nur auf Flughäfen erzielt wird.“

Nach einer ersten Begehung durch Lokalpolitiker, Pöplow und Harald Meyer von der Stadtlandschaft, sollen im Februar und April zwei Informationsveranstaltungen für die Bürger stattfinden. Der folgende Schritt wäre dann zum 1. Juni die Abgabe einer Programmanmeldung des Fleckens. Sollte alles nach Plan verlaufen, könnte eine Aufnahme in das Städteförderungsprogramm zum nächsten Jahr stattfinden. Im folgenden Herbst könnte es zu der Vorbereitung und Durchführung der Projekte kommen. ano

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