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00:17 03.07.2017
Die Jugendlichen gestalten gemeinsam mit Jugendpfleger Sebastian Arians ihr neues Domizil an der Steinhuder-Meer-Straße. Quelle: pr.
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 „Wir verfügen jetzt zum ersten Mal über eine angemessene Einrichtung. Dort können wir auch unsere Arbeit vernünftig machen.“ Und zu tun gebe es genug, ergänzt Arians, der vor rund drei Wochen aus der Elternzeit zurückgekehrt und 15 Stunden vor Ort tätig ist: „Die Schränke für die Küche stehen derzeit noch in der Ecke, müssen montiert werden.“ Zusammen mit seinem Kollegen Jörg Lehnert, der mit zehn Stunden dabei ist, und engagierten Jugendlichen, möchte er das Vorhaben an einem der kommenden Wochenenden in die Realität umsetzen.

Putzplan droht

 Während manche der im Normalfall rund 20 Jugendlichen anpackten, verhalte sich das bei anderen etwas anders. „Bei unserer Zukunftswerkstatt haben wir unter anderem beschlossen, dass wir ungefähr eine Viertelstunde vor dem Ende mit dem Aufräumen beginnen. Leider halten sich nicht alle daran.“ Die Betroffenen würden sich etwa 20 Minuten vor Schluss unauffällig aus dem Staub machen, ärgert sich Arians und schließt Konsequenzen nicht aus: „Eigentlich bin ich für Eigenverantwortung der Jugendlichen. Aber wenn das weiterhin nicht klappt, kommt ein Putzplan.“

Arbeiten bis Oktober beenden

 Abgesehen von den Arbeiten in der Küche stünden noch einige andere Projekte in dem aus sieben Zimmern bestehenden Bereich an. „Die Jugendlichen hätten etwa gern einen Air-Hockey-Tisch, wie er häufig auch in Spielhallen vorhanden ist.“ Bei diesem Geschicklichkeitsspiel wird durch viele kleine Löcher Luft geblasen, wodurch unter dem Spielpuck ein Luftkissen entsteht. Darauf gleitet der Puck praktisch ohne Reibungsverluste. Die weitere Ausgestaltung der Räumlichkeiten, auch unter Einsatz von Graffiti, sei gleichfalls beabsichtigt. Bis Oktober sollen alle Arbeiten beendet sein. Erfreut ist er, dass die Räume andere Nutzungschancen bieten: „Dort finden mehrmals in der Woche Deutschkurse statt, sie helfen also gewissermaßen bei der Integration neuer Bürger.“

 Arians eigene Zeit in der Jugendpflege neigt sich derweil ihrem Ende entgegen. Sobald ein Nachfolger für ihn gefunden ist, will er sein Amt aufgeben. Bei der Einarbeitung des Neuen möchte er noch helfen. ano

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