Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Keine Freigabe für Erweiterung

Seniorenwohnanlage Keine Freigabe für Erweiterung

Vorerst gestoppt sind die Pläne der Woltmann-Kaschube GmbH, die bestehende Seniorenwohnanlage an der Schierstraße in Hagenburg zugunsten eines modernen Wohngruppenkonzeptes in Etappen neu zu bauen und dabei zu erweitern.

Voriger Artikel
Ratsmitglieder votieren gegen Übergabe
Nächster Artikel
Klare Regelungen, weniger Sorgen

Die Neubebauung des Grundstücks würde sich auf der Gartenfläche ausdehnen.

Quelle: Harmening

Hagenburg. Der entsprechende vorhabebezogene Bauplan Nr. 3 „Seniorenwohnanlage Schierstraße“ wurde in der jüngsten Sitzung des Hagenburger Rates in geheimer Abstimmung mit 7:6 Stimmen abgelehnt. Die Ausdehnung der neu entstehenden Bebauung auf dem Gartenstück hinter dem Haus wird offenbar von Anwohnern und anderen Bürgern als störend empfunden.

Die Wohnanlage, in der derzeit 23 Senioren leben, entspreche in ihrer baulichen Anlage nicht mehr den heutigen Vorstellungen von einem Wohnkonzept für Senioren, zeige vielmehr eine 70er-Jahre-Bauweise: lange Flure mit rechts und links abgehenden Zimmern. Verwirklichen will die Kaschube-Geschäftsführerin Isa Woltmann hingegen ein Wohngruppenkonzept: Jeweils zehn Zimmer gruppieren sich um einem gemeinsamen Aufenthaltsraum. Ein solches Konzept habe sie in einer weiteren Seniorenwohnanlage an der Schlossstaße bereits vor Jahren verwirklicht. Das gleiche Konzept möchte Woltmann auf das Grundstück an der Schierstraße übertragen.

Konzept für 46 Bewohner

Dazu müsste das alte Haus in zwei Schritten weichen. Während ein Teil zunächst bewohnt bliebe, würde der andere Teil abgerissen und nach den neuen Plänen wieder errichtet. Nach dem Umzug der Bewohner in den Neubau würde der verbliebene Gebäudeteil abgerissen und neu gebaut. Da das neue Haus mehr Platz benötige, müsste ein großer Teil der Gartenfläche weichen. Die dabei entstehenden Wohngruppen sind für insgesamt 46 Bewohner konzipiert. Terrassen und Balkone sollten die fehlende Rasenfläche ausgleichen. Diese werde sowieso kaum genutzt, so Woltmann, deren Erweiterungspläne im vergangenen Jahr im Bauausschuss der Gemeinde vorgestellt wurden.

Entscheidung in geheimer Abstimmung

Seitdem sind Einsprüche gegen das Projekt bearbeitet worden. Zwei Anlieger, ein Landwirt und ein Gewerbebetrieb fürchten Nachteile für eigene Pläne. Deren Bedenken konnten jedoch mehreren Gutachten nicht standhalten, sodass die Verwaltung dem Rat empfahl, den Bebauungsplan zu genehmigen. Davon waren jedoch etliche Ratsmitglieder weit entfernt. Unter anderem den Wegfall des Gartens beklagt die stellvertretende Bürgermeisterin Dagmar Hansing (SPD). Die Entscheidung fiel schließlich nach Antrag der SPD in geheimer Abstimmung. Das Ergebnis traf die anwesende Kaschube-Geschäftsführerin unvorbereitet. Sieben Mitglieder des Rates, in dem die CDU die Mehrheit hält, sprachen sich gegen den Bebauungsplan aus, sechs dafür, zwei Mitglieder enthielten sich der Stimme. Aufgeben will Woltman, die ihr Projekt seit eineinhalb Jahre verfolgt, keinesfalls. Sie wolle vielmehr in eine nächste „Info-Runde“ gehen und für die Umsetzung ihres Wohngruppenkonzeptes werben.  sk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg