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Kita-Planung kompliziert

Zwergenburg voll ausgelastet Kita-Planung kompliziert

Es ist alles anders gekommen, als vorsorgende Gemeindeväter 2001 vermutet haben: Beim Richtfest für den zweiten Kindergarten Zwergenburg in Hagenburg wiesen die Redner auf die zugemauerten Fensterstürze hin. Diese, so hieß es, könnten durchgeschlagen und so der Kindergarten Zwergenburg als Wohnung vermietet werden, wenn er denn möglicherweise wegen der zurückgehenden Kinderzahlen überflüssig werden würde.

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Die Fensterstürze am Hagenburger Kindergarten Zwergenburg können vorerst zugemauert bleiben.

Quelle: JPW

HAGENBURG. Im Gegenteil: 16 Jahre später ist nicht nur der Kindergarten Zwergenburg voll ausgelastet, sondern das benachbarte, katholische Gemeindezentrum St. Johannes übernommen und als Hort in Betrieb gegangen, mehrere Kitas sind in der Samtgemeinde erweitert oder neu gebaut worden.

Auch Zuzüge und Wegzüge sind zu berücksichtigen

Die Planung für die Kindertagesstätten ist durch die Ausdehnung der Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr nicht einfacher geworden. Nicht nur die Geburtenzahlen, sondern auch Zuzüge und Wegzüge sind zu berücksichtigen. Dazu kommt, dass immer mehr Eltern ihre Kinder bereits im jüngsten Alter in der Krippe anmelden. Wie viele genau, das weiß Kita-Planer Roland Reichert eigentlich immer erst kurz vorher: „Die geschätzte Zahl von 35 Prozent gilt lange nicht mehr.“

So hat es 2016 in der Samtgemeinde 72 Geburten gegeben, höchster Stand seit 2008. Aber alleine zu den 15 Geburten, die auf die Stadt Sachsenhagen entfallen, müssen aktuell bereits fünf Kinder mehr gerechnet werden, in Auhagen und Hagenburg eines mehr, in Wölpinghausen drei mehr. Das hat auch mit Flüchtlingen zu tun, aber nicht nur.

Ähnliche Geburtenzahlen deuten sich an

In diesem Jahr deutet sich nach Einschätzung von Reichert eine ähnliche Geburtenzahl wie im vergangenen Jahr an, wobei bereits jetzt in Hagenburg mit 28 Geburten die Zahl aus dem vergangenen Jahr übertroffen ist, dafür haben die anderen Gemeinden gegenüber dem vergangenen Jahr noch etwas Nachholbedarf, um auf mehr als 70 Geburten zu kommen.

Mit 9369 Einwohnern leben in der Samtgemeinde Sachsenhagen am Stichtag 30. Juni 30 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Zu den Einwohnern zählten 110 Flüchtlinge, meint Reichert. In Hagenburg leben derzeit nach Angaben der Samtgemeinde 17 Flüchtlinge, in Auhagen elf, in Wölpinghausen 36 und in Sachsenhagen 46.

Trotz des Flüchtlingszuwachses in Sachsenhagen sank die Einwohnerzahl gegenüber dem Vorjahr weiter um fünf Menschen auf 1935. Wölpinghausens Einwohnerzahl stagnierte auf demselben Wert wie im Vorjahr: 1615 Einwohner. Auhagen gewann bis zur Jahresmitte acht Einwohner dazu und hat jetzt 1273, in Hagenburg lebten am 30. Juni 4546 Menschen. Das sind 21 Einwohner mehr als im vergangenen Jahr. jpw

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