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Klare Regelungen, weniger Sorgen

Umgang mit Wölfen Klare Regelungen, weniger Sorgen

Klare Regelungen für den Umgang mit Wölfen hat der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann in Hagenburg gefordert. „Wir haben angesichts einer immer weiteren Ausbreitung des Wolfs und erheblich steigender Nutztierrisse einen Punkt erreicht, an dem wir stringenter vorgehen müssen."

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Ernst-Ingolf Angermann: „ Bevölkerung mitnehmen.“

Quelle: tro

Hagenburg. Damit traf Angermann die Meinung der Zuhörer, die in der anschließenden Diskussion ihre Sorge über Übergriffe und fehlende Regeln zum Ausdruck brachten. „Ich bin aber der Meinung, dass Wölfe nicht direkt auf Menschen gehen“, betonte Angermann.

In Niedersachsen gebe es derzeit neun Rudel, die meist zwischen fünf und neun Tiere umfassten, berichtete Angermann. Bundesweit seien es Experten zufolge schon mehr als 600 Tiere. „Wir müssen festlegen, wie viele Wölfe wir bei uns beheimaten wollen. Die entsprechenden Rudel müssen dann auch streng geschützt werden“, sagte der Politiker. Ebenso klar sei aber auch, dass Wölfe, sobald sie eine Gefahr darstellen und nicht vergrämt werden konnten, erschossen werden müssten.

Keine Scheu gegenüber Menschen

Anhand zweier Beispiele zeigte Angermann außergewöhnliches Verhalten von Wölfen auf. Er ging auf das Tier „MT6“ ein, das in den vergangenen zwei Jahren im Heidekreis für Aufregung sorgte. Dieser verhaltensauffällige Wolf habe sich Menschen mehrfach genähert und keine Scheu gezeigt, so Angermann. Darum sei das Tier 2016 schließlich umgebracht worden – der erste Fall eines legalen Abschusses in Deutschland.

Die sogenannte „Goldenstedter Problemwölfin“ ist derweil für zahlreiche Nutztierrisse in der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta verantwortlich. „Wölfe sind hochintelligent, und lernen immer wieder, eigentlich vorbildliche Schutzmaßnahmen zu umgehen“, sagte Angermann. Ein Tier könne dieses Wissen an den Nachwuchs weitergeben, was nicht mehr unwahrscheinlich sei: Die Wölfin habe sich mittlerweile mit einem Rüden zusammengetan.

„Das Thema Wolf ist mittlerweile so sensibel, da traut sich kaum noch jemand ran“, schloss Angermann den Abend. In die Debatte müsse wieder Ruhe und Realismus kommen – „und die Bevölkerung mitgenommen werden“. In jedem Fall brauche es klare Regelungen für den Umgang mit auffälligen Tieren – bevor möglicherweise ein Mensch zu Schaden komme. tro

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