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Lea-Marie Schweer nimmt Kurs auf Olympia 2020

Fest im Visier Lea-Marie Schweer nimmt Kurs auf Olympia 2020

Seit zehn Jahren reiht die Hagenburgerin Lea-Marie Schweer in den Schüler- und Jugendklassen Erfolg an Erfolg, trainiert seit diesem Jahr im erweiterten Bundeskader, dem Niedersachsenkader gehört sie bereits geraume Zeit an. Ihre Leidenschaft ist das Bogenschießen. Pfeil für Pfeil kommt sie einem großen Ziel näher: „Tokio, das wäre schon was“, sagt sie mit Blick auf Olympia 2020.

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HAGENBURG.. In der japanischen Hauptstadt sollen am 24. Juli 2020 die Olympischen Sommerspiele eröffnet werden – und die Hagenburgerin will als deutsche Bogenschützin dabei sein. Bekannt ist sie schon, hat bei den Wahlen zum Sportler des Jahres in Schaumburg in der Spitzengruppe gelegen. Ihr Traum von Olympia zierte bereits die Titelzeilen von Zeitungsgeschichten.

Den Tagesablauf hat die Schülerin der IGS Schaumburg bereits jetzt auf ein Sportlerleben eingestellt: Zwei- bis viermal die Woche ist Training angesagt. Sie tut viel für Kraft und Ausdauer, damit ihr Körper, speziell Rücken und Schultern die Belastungen aushalten. Rund 16,5 Kilogramm zieht Schweer bei jedem Schuss und das 70 mal in jedem Wettkampf, vorher noch zwölf bis 15 mal zum Aufwärmen. Als Jugendliche schießt sie im Freien auf die Scheibe in 60 Metern Entfernung, mit 18 wird sie auf die Erwachsenen-Distanz von 70 Meter wechseln.

Nein, eintönig findet sie das Training nicht. Gerade die Vielfalt der mit Spielen gemischten Methoden erhält ihr den Spaß. Besonders, wenn es mal auf Luftballonreihen geht. Obwohl die Hagenburger Bogenschützen auch andere gute Schützen hervorgebracht haben, steht sie mit ihrer Leistung beim Vereinstraining konkurrenzlos dar. „Aber alle vier Wochen ist Kadertraining. Da kann ich mich mal mit anderen Jugendlichen meines Alters messen.“
Mit ihrer schärfsten Konkurrentin aus Niedersachsen versteht sie sich, beide teilen sich beim Bundeskader das Zimmer. Den Merksatz ihrer Kadertrainerin – darauf zu achten, richtig zu stehen, dann geht der Pfeil von ganz alleine ins Ziel – hat sie verinnerlicht. Offenbar zeichnet sie auch Coolness im Wettkampf aus. Trotzdem bedeute die Spannung in der Meisterschaft etwas ganz anderes, als nur zu trainieren. „Den Unterschied kann man nicht erklären.“

Vermutlich hat das Engagement des Vaters in der 2003 gegründeten Sparte der Schützengesellschaft ursächlich zur Begeisterung der Tochter geführt: „Ich bin früher immer mit Papa mitgefahren, da hat er mir einen Bogen in die Hand gedrückt.“ Mit einem eher nüchtern anmutenden Satz beantwortet sie die unvermeidliche Frage danach, wie alles angefangen habe. Wer hat ihr Talent erkannt und sie gefördert? Auch darauf ist die Antwort klar: Die Trainerinnen Helga Kahle und Manuela Albrecht sowie Papa Karl-Wilhelm Schweer.“

Zwei Jahre nach den ersten Pfeilen auf dem Schießplatz schießt die damals Achtjährige zum ersten Mal bei den Landesmeisterschaften in der Halle und im Freien. Weitere zwei Jahre später gewinnt sie mit einem neuen Bogen zum ersten Mal im Winter und im Sommer beide Landesmeisterschaftstitel. 2013 reist Lena-Marie Schweer zum ersten Mal zu deutschen Meisterschaften, wird dort auf Anhieb Sechste. „Das ist irgendwie anders“, stellt die Hagenburgerin nach einigen weiteren Reisen zu Deutschen Meisterschaften fest. „Bei den Landesmeisterschaften kennt man immer schon alle.“ Aber Bekanntschaften will sie weiter schließen – am liebsten mit Sportlern aus aller Welt bei der Olympiade 2020 in Japan. jpw

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