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Tempo 30 rückt in den Fokus

Niederlage für Hagenburg Tempo 30 rückt in den Fokus

Die Nachricht, dass die Ortsumgehung für die Gemeinde Hagenburg im bis 2030 fortgeschriebenen Bundesverkehrswegeplan nicht in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird, ist unter Kommunalpolitikern in der Gemeinde gefasst aufgenommen worden.

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Quelle: pr.

Hagenburg. Der stellvertretende Bürgermeister Horst Häußler von der Wählergemeinschaft kommentierte den Facebook-Post des Bundestagsabgeordneten Maik Beermann, der von „einem guten Tag für den Landkreis Schaumburg“ gesprochen hatte, mit den Worten: „Ja, für die anderen.“ Häußler, der selbst am sogenannten Bohnenkamp, dem engsten und für die Anwohner lärmintensivsten Teil der Bundesstraße 441 wohnt, äußerte aber auch Verständnis für andere Gemeinden, „die auch Druck gemacht haben“.

Geschwindigkeitsbegrenzung forcieren

Bereits vor einem Jahr hatte der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann in Steinbergen die Kriterien für eine Aufnahme in den vordringlichen Bedarf formuliert. Hagenburgs Kommunalpolitiker hatten also praktisch aus der Zeitung erfahren, wie hoch die Messlatte liegt. Mit Blick darauf hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Vogt damals gefordert, als „Trostpflaster“ den Antrag der Gemeinde für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße 441 zu forcieren.

"Wir wussten das schon"

Das unterstrich auch Häußler, genau wie der CDU-Fraktionssprecher im Hagenburger Rat, Heiko Bothe. Notfalls müsse auch noch einmal ein Lärmgutachten für die Altenhäger Straße B 441 eingeholt werden, um den Tempo-30-Bereich zu verlängern. Für Bothe, der auch Kreistagsabgeordneter ist, kam die Einstufung Hagenburgs nicht überraschend. „Wir wussten das schon“, sagte Bothe, wir hatten von Beermann und dem Landtagsabgeordneten Karsten Heineking (CDU) entsprechende Signale bekommen. „Deswegen haben wir uns ja auch auf Steinbergen als Nummer Eins geeinigt.“

Bothe sieht die Karten in dem Moment neu gemischt, in dem die Ortsumgehung Wunstorf gebaut wird und der Verkehr in Hagenburg zunimmt. „Das Land Niedersachsen beplant uns“, sagte Bothe. „In dem Moment müssen wir mit allen Landtagsabgeordneten Druck machen.“ jpw

+++++ Kommentar  +++++

Nicht entmutigen lassen

Vor rund 40 Jahren war die Ortsumgehung Hagenburg schon einmal abgesteckt. Noch heute sollen an einigen Bäumen im Kreisforst die Markierungen zu sehen sein. Auch im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes ist das Projekt bereits gewesen. Es hat alles nichts genützt. Nun ist das Vorhaben wieder um mindestens 15 Jahre aus jeder Diskussion genommen. Das ist ein deutliches Zeichen an die Kommunalpolitik. Bisher geisterte die Umgehung wie ein Phantom durch die Gemeindepolitik. Allein der Hinweis reichte, um städtebauliche Entwicklung auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben. Hagenburg muss mit der B 441 im Ort noch viele Jahre leben. Deshalb braucht es jetzt Perspektiven. Eine Temporeduzierung kann da der Anfang sein.

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