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Hagenburg Pläne hinterlassen Eindruck
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Pläne hinterlassen Eindruck
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00:24 02.02.2015
Die Pläne der Studenten der Fachhochschule Bremen haben Eindruck bei den Kommunalpolitikern der Gemeinde Hagenburg hinterlassen. Quelle: jpw
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Hagenburg

Auch Dieter Eidtmann (CDU), der ursprüngliche Initiator des Ideenwettbewerbes, zeigte sich genau wie Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU) und weitere Ratsmitglieder angetan von den Plänen der Studenten. Doch kurz vor Schluss kam Eidtmann konkret auf den Punkt: Eine verkehrstechnische Lösung habt Ihr Euch jetzt so nicht überlegt, auch nicht ad hoc einen Vorschlag?“

 Fast alle Fragen der Ratsmitglieder hatten sich zuvor um Autostellplätze und Verkehrsführung gedreht. Sowohl die 54 angebotenen Stellplätze nördlich der Mehrzweckhalle, als auch die Variante, den Verkehr zum Schulbeginn mit einem „Kiss & Go“-Parkplatz an der Volksbank einzusortieren und dafür die Steinhuder-Meer-Straße als nur für Fußgänger und Fahrradfahrer nutzbaren Platz aufzuweiten, stieß auf Interesse. Auch der Vorschlag der zweiten Gruppe, das Volksbank-Gebäude mit einer Einbahnstraße zu umfahren und hinter dem EGS-Gebäude Parkplätze einzurichten, zielte darauf die Steinhuder-Meer-Straße zu sperren.

 „Wir hatten ja schon für eine vorgeschlagene Einbahnstraßenregelung über den Luerßen Damm Gegenwind bekommen“, stellte SPD-Fraktionschef Friedhelm Vogt fest. Sollte es sich auf eine Sperrung der Steinhuder-Meer-Straße zubewegen, würde die SPD dies mittragen, meinte er – ohne allerdings an eine solche Lösung zu glauben.

 Eindruck haben offenbar auch die klaren Formulierungen der Studenten hinterlassen. Sie sprachen vom „improvisiert aussehenden Mehrzweckhaus“, das sofort abgerissen gehört, oder von den zu kleinen Parkbuchten gegenüber des Kindergartens.

 Rundum positiv war Gemeindedirektor Jörn Wedemeier im Anschluss an den Vortrag gestimmt: „Ein toller Einstieg“, sagte er. „Viele neue Ideen.“ jpw

 

Wertvolle Fingerzeige

Beflügelt vom Rückenwind der freien Lehre, die an Fachhochschulen und Universitäten herrscht, haben sich Studenten der Situation an der Steinhuder-Meer-Straße angenommen und drauflos geplant. Zwei schöne Visionen sind entwickelt, wie sich Hagenburgs Mittelpunkt im Idealfall bei prall gefüllter Gemeindekasse möglicherweise präsentieren könnte.
Völlig unwichtig, dass sich keiner der beiden Entwürfe 1:1 umsetzen lässt und den Anforderungen des Alltags nicht standhält. Was den Abend so wertvoll für Kommunalpolitiker und Zuhörer machte, waren die zum Teil richtungsweisenden Ideen und Zielvorstellungen, die die Studenten beim kritischen Draufschauen entwickelten: Verkehr von der Steinhuder-Meer-Straße nehmen, einen Platz ausbilden, Mehrzweckhaus durch einen funktionellen und zeitgemäßen Neubau ersetzen. Das sind wertvolle und grundlegende Fingerzeige. Sie könnten den Ratsfraktionen helfen, jetzt endlich zu präzisen Vorstellungen zu gelangen.

Von Jan Peter Wiborg

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