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Hagenburg Rat Hagenburg beschließt Gespräche
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Rat Hagenburg beschließt Gespräche
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00:28 27.04.2018
Im Rathaus Hagenburg ist die Entscheidung für Fusionsgespräche gefallen. Quelle: Archiv
Hagenburg

Die Verwaltungskräfte zu bündeln sei bereits das Ziel beim Entstehen der Samtgemeinden in den Siebzigerjahren gewesen, erinnerte Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier. Jetzt sei man 44 Jahre weiter und die Aufgaben und Gesetzgebungen hätten sich weiter kompliziert. Darum sei es sinnvoll, eine größere übergeordnete Verwaltungsebene zu schaffen.

So müsse zum Beispiel nicht jede Gemeinde eigene Spezialisten beschäftigen. Dies würde die Verwaltung erleichtern. Zudem seien die größeren Einheiten vom Land gewünscht und bekämen höhere finanzielle Zuwendungen. Wedemeier stellte noch einmal klar, dass nach erfolgten Fusionsgesprächen jede Mitgliedsgemeinde einem Zusammengehen zustimmen müsse. Der Verwaltungschef: „Man kann keinen zwingen.“

"Zu Hause sein ist Hagenburg"

Jörg Zschetzsche, Sprecher der CDU-Fraktion, kennzeichnete eine Samtgemeinde „allein schon als künstliches Gebilde.“Hingegen: „Zu Hause sein ist Hagenburg.“ Das bleibe auch so, wenn das Verwaltungsgebilde darüber sich ändere. Der Flecken habe genug eigene Pläne, die es voranzutreiben gelte. Auf jeden Fall solle Hagenburg „gestärkt aus einer Fusion hervorgehen.“ Eine Anbindung an die Stadt Wunstorf schloss der CDU-Politiker aus. Dann sei Hagenburg nur noch ein Ortsteil in einer Einheitsgemeinde und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten schwänden.

Rathäuser sollen alle erhalten bleiben

Im Fusionsfall der Samtgemeinde Sachsenhagen mit anderen Samtgemeinden sollten auf jeden Fall die einzelnen Rathäuser in den Gemeinden erhalten bleiben. „Du musst das für Hagenburg gut begleiten“, legte Zschetzsche Bürgermeister Dieter Eidtmann die Fusionsgespräche ans Herz.

Josef Vorderwülbecke (CDU) sagte klar: „Die Bürgernähe muss bleiben wie sie ist.“ Im übrigen solle man die Gespräche führen und „sehen, was dabei herauskommt.“ Ähnlich sah es Detlef Gödeke, Vorsitzender SPD-Fraktion im Rat. Gödeke forderte zudem, die Ergebnisse sehr genau zu prüfen und die ganze Sache nicht etwa „schlafwandlerisch“ mit zugehen.