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Hagenburg Regale raus Richtung Riga
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Regale raus Richtung Riga
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00:17 03.04.2016
In der ehemaligen Apotheke werden Regale und der Tresen zerlegt. Quelle: jpw
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Hagenburg/Sachsenhagen

Zusammen mit weiteren Mitgliedern des Arbeitskreises Tschernobyl baute Wenthe, der Küster der Sachsenhäger Elisabethkirche, gerade die Regale und die gesamte Einrichtung auseinander. Sie soll verladen und in Kombination mit getragener Kleidung an eine Diakoniestation in der lettischen Hauptstadt Riga transportiert werden. Der Lastwagen mit den Hilfsgütern für die Station wird am nächsten Mittwoch von Hagenburg aus nach Lettland starten und am Freitag Riga erreichen.

Pfeiffer kam zusammen mit seiner Frau gerade aus dem benachbarten Wohnhaus und warf noch einmal einen Blick auf die schraubenden und werkelnden Männer, die die Regale samt Tresen versandfertig zerlegten und vor die Tür brachten.

„Alles vorbei“, beantwortete der Apotheker die Frage nach seinem Befinden nach mehr als viereinhalb Jahrzehnten Apothekendienst in Hagenburg. Doch entfuhr ihm auch beim Blick auf die zum Abtransport bereitstehenden Regale ein „Oh, Mann.“ Er ließ sich aber gerne wieder einspannen, besonders als Ulla Thürnau-Freitag „Besen, Kehrblech und Schaufel“ von ihm erbat. Da ging er in die hinteren Räume, so wie er es Tausende von Malen vorher gemacht hatte, um Kunden die gewünschte Medizin zu bringen.

Und Pfeiffer, der von Volker Töpp noch ein Zehn-Pfennig-Stück überreicht bekam, das sich beim Abschrauben des Tresens wieder angefunden hatte, eilte kurz darauf noch einmal nach hinten, um zu schauen, ob sich dort noch ein Pflaster für den Finger des Sachsenhäger Küsters verbarg. Der Apotheker im Ruhestand fand noch genügend Material. Wenthe konnte schnell wieder mit anfassen, um die Regale erst von der Wand zu lösen, sie in die Waagerechte zu bringen und ihnen die Füße abzuschrauben. jpw

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