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Sozial oder unsozial?

Kinderbonus für Bauplätze Sozial oder unsozial?

Fünf Euro pro Quadratmeter kann eine Familie mit zwei Kindern sparen, die einen der 33 Bauplätze im neuen Baugebiet „Sandbrink“ in Hagenburg kauft. Das hat der Rat der Gemeinde Hagenburg in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

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Quelle: dpa

Hagenburg. 114 Euro pro Quadratmeter kostet das Land regulär. Damit bleibt der Rat genau einen Euro unter dem von Gemeindedirektor Jörn Wedemeier vorgeschlagenen Preis. Dieser solle sich an den Grundstückspreisen in der Region Hannover orientieren, sagte er.

 Der Diskussion im Ratssaal war anzumerken, dass es im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss zuvor bereits ein hartes Feilschen um den Preis gegeben haben musste. Am Ende hatte sich die kleine Gruppe der Ratsmitglieder schließlich vertraulich auf eine Regelung einigen können: „Ich finde den Kompromiss gut, den Friedhelm Vogt vorgeschlagen hat“, sagte Dieter Eidtmann (CDU). Vogt war es, der angeregt hatte, für bis zu zwei Kinder einer Familie als Bonus jeweils 2,50 Euro pro Quadratmeter Grundstück sparen zu können.

 Doch Christa Kreft (WGH) schmeckte der Kompromiss in der Form offenbar nicht und auch bei der CDU und bei den Grünen fanden sich weitere Gegner. „Was ist sozial?“, fragte Kreft. „Sind Familien mit mehr als zwei Kindern nicht sozial?“

 Andere Redner brachten die Frage ins Spiel, ob der Bonus für die Kinder nur bis zur Volljährigkeit zähle, oder so lange, wie es im Einzelfall Kindergeld gebe.

 Marc-Philipp Drewes (CDU) stimmte mit Monika Tautz (Bündnis 90/Grüne) darin überein, dass Bauland grundsätzlich Bauland bleiben solle und die Gemeinde an anderen Stellen für junge Familien bereits etwas tut oder noch tun könnte.

 Wedemeier bot zudem an, bei anderen Gemeinden zu schauen, welche Kriterien es für die Überprüfung eines Kinderbonus gebe. Zu kompliziert wollte er es jedenfalls nicht haben. Für ihn reicht ein Blick ins Melderegister. Wenn es gewünscht werde, könnten die Bedingungen in einer Satzung ausformuliert werden. Der Kompromiss aus dem Verwaltungsausschuss überstand schließlich die Abstimmung: Bei fünf Gegenstimmen beschloss der Rat für das Baugebiet „Sandbrink“ den Preis von 114 Euro pro Quadratmeter – mit Kinderbonus. jpw

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