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Splitt als ‚Creme’ für die Straße

Hagenburg / Straßenpflege Splitt als ‚Creme’ für die Straße

Wird in der Gemeinde Hagenburg zu oft und zu ausgiebig „gesplittet“? Der Hagenburger Ratsherr Peter Rakelbusch kritisierte schon häufiger die allerorten gängige Praxis, angegriffene Straßen auf diese Art und Weise zu glätten. Ulrich Reumke, Leiter des Bauhofes der Samtgemeinde Sachsenhagen kann das nicht nachvollziehen. Er erklärt, wie’s geht, und warum es gemacht wird.

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 2,5 Millimeter Split aus dem Harz stabilisiert die Straßen in Hagenburg.

Quelle: jpw

Von Jan Peter Wiborg

Hagenburg. „Gesplittet werden muss, wenn eine Straße ‚ausmergelt’“, sagt Reumke. Das sei daran zu erkennen, wenn die vier bis sechs Zentimeter dicke Deckschicht abgefahren sei und minimale Risse entstanden seien. Reumke vergleicht das mit der Wirkung einer Handcreme: „Wenn die Hände rauh sind, dann hilft die Creme.“ Bei richtigen Rissen sei es zu spät. „Richtige Risse“ werden von der gemeinamen Bauhofkolonne der Samtgemeinde und der Stadt Wunstorf inzwischen auch ausgefräst oder mit Bitumenband behandelt. Über „ausgemergelte Straßen“ lässt der Bauhof  in der Zeit von Mai bis Oktober Maschinen fahren, die geblasenen Granitsplit aus dem Harz mit einer 2,5 mm Körnung gleichmäßig in eine heiße Bitumenemulsion fallen lassen. Diese Mischung wird auf die Straße aufgebracht. Reumke hat mit seinen Mitarbeitern an diesem Verfahren gefeilt: „Die Steine werden jeweils nur einmal umgedreht und bleiben später nicht so leicht an den Autoreifen kleben.“ Anschließend wird gewalzt – für jeweils zwei Wochen bleibt das Haltverbot an der betreffenden Straße stehen, damit der Verkehr ohne Hindernisse die Decke möglichst gut verfestigt. „Nach zwei Wochen kommt die Kehrmaschine“, erläutert der Bauhofleiter, allerdings könnten sich auch in der Folge noch einige Steinchen lösen.

Rund sechs bis acht Jahre – je nach Beanspruchung – hält die Oberfläche einer gesplitteten Straße. Der Quadratmeter kostet drei Euro. „Für die Bürger könnte das langfristig die preiswertere Lösung sein“, gibt Reumke zu bedenken, „ist eine Straße ganz kaputt, könnten zur gründlichen Sanierung die Anlieger finanziell herangezogen werden – das Splitten bezahlt die Gemeindekasse.

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