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Treffpunkt „St. Joseph“ verkauft

Gemeinde Hagenburg fehlen Räume Treffpunkt „St. Joseph“ verkauft

Die katholische Gemeinde in Hagenburg wächst derzeit leicht. Trotzdem haben die mehr als 550 Gemeindemitglieder keinen eigenen Raum für einen Gottesdienst.

Hagenburg. Der vor rund anderthalb Jahrzehnten erbaute Treffpunkt „St. Joseph“ ist geschlossen und verkauft und gehört seit Ende Mai der Gemeinde Hagenburg.

Die Samtgemeinde Sachsenhagen wird dort eine Krippengruppe einrichten. Ein Teil der Hagenburger Katholiken ist immer noch unzufrieden mit der Entscheidung. Johannes Gornig, Mitglied des Kirchenvorstandes, ist dieser Ärger immer noch anzumerken.

„Wir hätten dem Beschluss nicht zugestimmt, wenn dadurch in Hagenburg das Gemeindeleben zum Erliegen gekommen wäre“, sagt Jutta Meier-Stenzel, die ebenfalls in Hagenburg wohnt und dem übergeordneten Gremium, dem Pfarrgemeinderat, vorsitzt. Gemeinsam mit Gornig und vielen anderen Katholiken wollen sie die neue Situation nun als Chance nutzen. Bereits im „BoniBoten“ der katholischen Pfarrgemeinde St. Bonifatius, zu der die Kirchen St. Hedwig in Steinhude mit Hagenburg, St. Marien in Rehburg-Loccum und in St. Konrad von Parzham-Bokeloh gehören, zeichnete Pfarrer Alfons Berger vor Ostern den weiteren Weg vor: „Die Möglichkeit, sich zu Gottesdiensten und sonstigen Gelegenheiten zu treffen“, werde auch künftig gegeben sein, schrieb er. „Im Seniorenheim Kaschube oder im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde.“

Ein angefragtes Gespräch mit den Schaumburger Nachrichten ließ Berger bis Ende Juni verschieben. Stattdessen erläuterten nun Meier-Stenzel, Gornig und auch das Gemeindemitglied Josef Vorderwülbecke die neue Situation. Gottesdienst wird nun 14-tägig jeweils im Wechsel mit Steinhude im Seniorenheim Kaschube gefeiert, sodass ein wöchentliches Angebot weiter besteht. „In die evangelische Kirche, in der wir lange gewesen sind, wollten wir nicht zurückkehren“, meint Meier-Stenzel. „Wir würden uns in diesem großen Raum verlieren.“ Statt dessen trifft sich künftig die Rosenkranz-Gruppe im evangelischen Gemeindehaus. Auch Altencafés sollen dort stattfinden.

Weil die Entscheidung nach Ansicht von Meier-Stenzel ihre Ursache auch im extremen Priestermangel hat, wollen einige Gemeindemitglieder die Ausbildung zum „Wortgottesdiensthelfer“ absolvieren. Meier-Stenzel hält es für möglich, dass die Gemeinde St. Bonifatius noch einmal fusioniert werde, wenn Berger in ein bis zwei Jahren in den Ruhestand geht. „Dann müssen wir sehen, dass wir hier zumindest eine Art von Gottesdienst aufrechterhalten.“

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