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Hagenburg Übertriebene Vorsicht am „Hot Spot“?
Schaumburg Seeprovinz Hagenburg Übertriebene Vorsicht am „Hot Spot“?
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00:24 05.12.2014
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Hagenburg/Wiedenbrügge

„Wir ziehen mit den anderen Anrainern am Steinhuder Meer gleich“, sagte die zuständige Dezernentin des Landkreises Schaumburg, Ursula Müller-Krahtz.

 Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat mit Blick auf den „Hot Spot“ der Zug- und Wildvögel am Steinhuder Meer einen Sicherheitsabstand schaffen wollen und diese Anordung getroffen. Nach Ansicht der Behörden geht die größte Gefahr, dass die Grippe sich zu einer Seuche entwickelt, von den Zugvögeln aus, und diese gibt es in den Wiesen rund um das Steinhuder Meer reichlich.

 Das Verständnis für diese Anordnung, die für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane und Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse gilt, hält sich beim Geflügelzuchtverein Hagenburg in direkter Nachbarschaft zum Steinhuder Meer in engen Grenzen. „Wir sind ja eigentlich von Mecklenburg-Vorpommern ziemlich weit entfernt“, sagt Thamara Tieste. Zudem sei der Sperrbezirk um den von der Geflügelpest betroffenen Putenmastbetrieb am vergangenen Montag aufgehoben worden.

 Nach ihren Schätzungen sind allein in Hagenburg 20 bis 30 Geflügelhalter betroffen. „Grob geschätzt“, sagt Tieste, weil einige auch nicht dem Geflügelzuchtverein angehören würden.

 Die Tiestes haben seit dem Wochenende, dem ersten Bekanntwerden der Anordung, ihre Hühner nicht mehr aus dem Stall gelassen. „Wenn man ein Tier einsperrt, ist es wie beim Menschen“, meint Tieste. Das Geflügel lebe eigentlich immer draußen. „Außer beim Schnee. Hühner werden sehr schnell schneeblind und kommen freiwillig herein.“

 Für den Flecken Hagenburg und die Bereiche nördlich der Bundesstraße 441 in Wiedenbrügge hat der Landkreis Schaumburg die Stallpflicht für Geflügel angeordnet.

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