Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° stark bewölkt

Navigation:
Wohnen, wo andere Urlaub machen

SN-Ortsspaziergang Wohnen, wo andere Urlaub machen

Dieter Eidtmann fühlt sich wohl in Hagenburg. Der Bürgermeister des Fleckens sagt auch gleich, wieso: „Hagenburg bietet alles, was man braucht."

Voriger Artikel
Blue Bandits werden bestohlen
Nächster Artikel
Geldstrafe nach Schlägerei beim Mai-Tanz
Quelle: ano

HAGENBURG. Trotz der schmerzlichen und aus Hagenburger Sicht reichlich nebulösen Penny-Schließung Ende des vergangenen Monats gibt es immer noch zwei Einkaufsmärkte vor Ort. Dazu zwei Ärzte, einen Zahnarzt, zwei Seniorenheime, eine Postfiliale, zwei Tankstellen und eine Apotheke. Eine große Auswahl an Speisen unterschiedlicher Herkunft. Kein Wunder, dass der gebürtige Hagenburger Eidtmann, seit vergangenem Jahr im Amt, auch für ältere Menschen viele Angebote erkennt: „Diese Generation kann hier sehr gut leben.“

Doch auch für Jüngere wird einiges geboten: Vierunddreißig Vereine offerieren zahlreiche Angebote in vielfältigen Bereichen: Dazu gehören der TSV Hagenburg, mit über 900 Angehörigen der mitgliederstärkste Verein im Flecken, die rund 700 Personen zählende Schützengesellschaft Hagenburg-Altenhagen und der älteste noch existierende Verein im Ort, die ca. 300 Jahre alte Brüderschaft Hagenburg. Zudem gibt es einen Yachthafen, mit dem man über den Kanal bequem zu dem nahegelegenen Steinhuder Meer hinaus schippern kann.

Ein Hingucker auch im Dunkeln

Ein besonderes Aushängeschild der Gemeinde, durch das auch mehrmals wöchentlich Besucher geführt werden, ist die St.-Nicolai-Kirche. In den Jahren 1868 bis 1871 von dem bekannten Hannoveraner Architekten Conrad Wilhelm Hase im gotischen Stil erbaut, ist sie das wohl bekannteste Wahrzeichen im Flecken. Ein besonderes Spektakel bietet sich übrigens nachts, wenn es außen herum dunkel wird, das Gotteshaus gleichzeitig jedoch angeleuchtet wird, in hellem Glanz erstrahlt.

Hagenburg ist der mit Abstand größte Ort in der Samtgemeinde Sachsenhagen. Etwa 4600 Menschen leben dort auf 16,3 Quadratkilometern. Und es werden ständig mehr. Gerade befindet sich wieder ein neues Baugebiet in Planung, auf dem zwischen 100 und 110 Grundstücke entstehen sollen. Gute Verkehrsverbindungen nach Wunstorf locken, ebenso die im Vergleich zur Region Hannover moderaten Immobilienpreise. Eidtmann, der in der Zivilverwaltung des Wunstorfer Fliegerhorstes arbeitet und bei schönem Wetter auch gerne mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, bemängelt aber auch: „Die Bus-Anbindung nach Stadthagen könnte besser sein.“

Voller Einsatz für Hagenburg

Sechs Teiche unterschiedlicher Größe durchziehen das Gebiet Hagenburgs. Ein großer Trumpf ist die Nähe zu dem Touristenmagnet Steinhuder Meer, mit dem der Flecken durch den Kanal verbunden ist: Eidtmann: „Wir wohnen dort, wo andere Urlaub machen.“ Froh ist der Bürgermeister auch darüber, dass es in der lokalen Politik zunächst immer um Hagenburg gehe, unabhängig von Parteidenken: „Gemeindedirektor Jörn Wedemeier und ich etwa sind in verschiedenen Parteien, tun aber alles zum Vorteil des Ortes.“ Bessere Zeiten hatte indes das Hagenburger Schloss gesehen, das sich hinter der schmucken Rhododendronallee befindet und in dem einst auch die Stallungen und Unterkünfte der Bediensteten vom Fürsten von Schaumburg-Lippe angesiedelt waren. Die Fürstenfamilie hat es schon vor geraumer Zeit verpachtet, aktuell befindet sich darin ein Auktionshaus.

Flecken auch nicht ganz ohne Ärger

Doch auch in Hagenburg ist nicht alles makellos. Der Verkehr, der durch den Ort fließt, ist eine enorme Belastung. Im Zentrum rauschen Lastkraftwagen direkt an alten, oft sanierungsbedürftigen Gemäuern vorbei. Lösungen, etwa der Bau eines Kreisels an der problematischen und unfallträchtigen Ecke Schierstraße/Twegte/Altenhäger Straße lassen trotz intensiver Bemühungen der lokalen Politik nach wie vor auf sich warten. Eine Umgehung, um den Ortskern zu entlasten, befindet sich in weiter Ferne. Fördermittel aus den Programm ISEK und LEADER, für die sich der Flecken beworben hat, sollen hohe Investitionsbeträge bereit stellen und helfen, die Zukunft Hagenburgs zu gestalten.

Ein Ärgernis sei auch die Situation in Bezug auf die Erweiterungspläne des Aldi-Marktes, bei der man sich mit den Behörden auseinandersetzen müsse, so Eidtmann: „Das Unternehmen will seine Waren anders darstellen und ein neues Konzept umsetzten. In anderen Landkreisen wird diesen Erweiterungen schließlich auch zugestimmt.“ Das große Projekt, auch für Eidtmann selbst, ist die Umgestaltung der Steinhuder-Meer-Straße: dort sollen unter anderem ein von zwei Seiten anfahrbarer Platz und direkt dahinter das neue barrierefreie Dorfgemeinschaftshaus entstehen.  ano

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg