Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Zwischen Kompromiss und Klage

Segler-Vertreter im Clinch Zwischen Kompromiss und Klage

Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer berät heute, Freitag, über eine mögliche Normenkontrollklage gegen die Neuregelung des Naturschutzgebiets Totes Moor. Die Konkurrenz vom Verein Projekt Steinhuder Meer hat vor einem solchen Schritt gewarnt.

Voriger Artikel
Hagenburger sammeln Müll
Nächster Artikel
Der vorerst letzte Akt

Seeprovinz. Von einer Provokation hatte der Vorsitzende der Notgemeinschaft, Johannes Franke, gesprochen, als die Regionsverwaltung ihren jüngsten Entwurf für die Schutzgebietsverordnung vorgelegt hatte. Franke sieht die Notgemeinschaft als Interessenvertretung nicht nur der Wassersportler, sondern aller Meeresanrainer.

 Der Verwaltungsrechtler Eckhard David hat für die Notgemeinschaft bereits geprüft, welche Chancen eine Klage hätte. Franke selbst weist darauf hin, dass „auf der Tagesordnung nicht die Abstimmung über eine mögliche Normenkontrollklage stehe“. Der Beschluss des vergangenen Jahres sehe entgegen der jetzigen Behauptung einiger weniger eben gerade nicht die Klage als einzige Möglichkeit vor.

 Die Mitglieder der Notgemeinschaft haben vom Verein Projekt Steinhuder Meer ein Schreiben bekommen. Die Vorstände Andreas Pinne, Bernd Aue und Emke Hillrichs waren zunächst gemeinsam mit Franke in der Initiative ProSteinhudermeer gegen die Pläne der Region vorgegangen, hatten sich aber dann über die Strategie zerstritten. Pinne, Aue und Hillrichs meinen, dass der geplante Verlauf der Grenzlinie auf dem Wasser ein tragfähiger Kompromiss ist, und fürchten, dass nach einer Klage das Verfahren neu aufgerollt werden könnte – mit dem Risiko, dass die freie Wasserfläche weiter reduziert wird.

 Unglücklich über den schwelenden Streit ist Friedrich Göing, Chef der einflussreichen Wettfahrtvereinigung. Er bedauerte, dass zwei Parteien Gutes für das Steinhuder Meer wollten, sich aber nicht einigen könnten. Über das Für und Wider einer Klage hält sich Göing als Chef der Organisation, die zurzeit 24 Segelvereine vertritt, „neutral“, wie er sagt. Persönlich lehnt er sie jedoch ab.

 Franke machte hingegen deutlich, dass ihm die Mehrzahl der Mitgliedsvereine der Notgemeinschaft signalisiert hätte, zumindest dem mit der Region Hannover ausgehandelten Kompromiss nicht zustimmen zu wollen.

 Ähnlich wie Göing denkt der Vorsitzende des Yacht-Clubs von Hagenburg, Matthias Kiel, der die Chancen für eine Klage allerdings als sehr gering und „reine Geldverbrennerei“ einschätzt. Und Jürgen Engelmann, der Vorsitzende des Seglervereins Großenheidorn, hält es für möglich, dass er im Falle eines Klagebeschlusses den Mitgliedern seines Vereins vorschlagen wird, aus der Notgemeinschaft auszutreten. sok, jpw

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg